Erdbeermarmelade zum Vierten

Nachdem ich bereits 24 Gläser Erdbeermarmelade gekocht habe, weil dies meine Lieblingsmarmelade und die meiner Enkeltöchter ist, meinte der Große am Donnerstag „meinst Du das reicht? sie essen die doch so gern“. An diesem Tag hatte er Physiotherapie und in der Nähe steht der Spargel- und Erdbeerstand unseres Vertrauens. Heim kam er mit 2 kg Erdbeeren. Diese wurden abends geschnippelt und mit Zucker bestreut, den ich tags zuvor bei Rewe eingekauft habe. 5 Pakete, schnell gegriffen und ab an die Kasse.

Der Zucker war ein wenig bröselig, aber ich dachte mir nichts dabei, denn es war sehr feucht am Tag des Einkaufs. Als ich jedoch die Tüte in den Korb mit Altpapier werfen wollte, stach mir ein Datum ins Auge. Mindesthaltbarkeit 11/16. Oh verdammt. Schnell die anderen Päckchen kontrolliert, alle 11/18. Auf einmal wurde mir ganz komisch zu Mute. Anruf bei der Hotline von Dr. Oetker, Geschichte erzählt und als Antwort erhalten: „Wir übernehmen eine Garantie nur bis zu 11/16, deshalb steht ja das Datum drauf“. Also da muss ich nun sagen, dass ich bei Wurst, Käse oder Joghurt auf das MHD schaue, aber bei Zucker??? Es ging mir auch nicht darum, ob es geliert, sonder darum, ob die Marmelade ein paar Monate haltbar bleibt.  Weiterer Anruf bei Rewe. Am Apparat der Stellv. Marktleiter. Wieder dieselbe Geschichte erzählt. Er geht zum Regal und erzählt mir, dass dort noch drei Pakete stehen, die das MHD 11/18 haben. Ich werde ungeduldig. Wollte ich wissen, wieviele Pakete dort noch stehen? Ich erzähle meine Geschichte noch einmal so, als hätte ich einen Erstklässler am Apparat. Und siehe da, er versteht mich. (Oh Mann). Dann kam seine Frage: „Und was soll ich da jetzt machen?“ Nun verließ mich fast meine Contenance. Ich nochmal: „Was tuen Sie, wenn ich morgen früh die Marmelade koche und sie nicht geliert, bzw. eine Konsistenz hat, die mir nicht gefällt.“ „Ach so, dann ersetze ich Ihnen den Zucker“. (er lacht) Ich: „Ich finde das nicht witzig. Es wurden 2 kg Erdbeeren verschnippelt, die möchte ich natürlich auch ersetzt bekommen.“ Er: „Ach so! Ja natürlich. Wenn Sie feststellen, dass das gewünschte Ergebnis nicht erreicht wird, kommen sie morgen früh und wir ersetzen Erdbeeren und Zucker.“ Na also, nun kommen wir auf einen Nenner.

Am nächsten Morgen begann ich ganz früh mit der Kochaktion. Es gelierte wunderbar. Der Duft, der durchs Haus zog war atemberaubend. 7 große Gläser mit wunderbarer Erdbeermarmelade. Den kleinen Rest im Schälchen aßen wir am Samstag Morgen auf einem Brötchen. Der Große verdrehte die Augen. Er dachte natürlich an seine Mädchen, äh ich meine unsere Mädchen. Die Gläser haben ihren Platz im Keller eingenommen. Sie stehen so, dass sie zuerst gegessen werden. Das Risiko mit dem MHD möchte ich nicht eingehen.

PS: Die zwei „Herzchen“ im Header fand ich im Erdbeerkörbchen.

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Mein Feigenbaum

Wer erinnert sich noch an den Feigenbaum von der Atlantikküste. Ein Geschenk zum 60. Geburtstag. Ein kleines mickeriges Stöckchen. OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Mittlerweile steht er seit 4 1/2 Jahren hier bei uns auf dem Grundstück. Er entwickelte sich sehr gut und wurde in einen größeren Topf verfrachtet. Allerdings gaben wir ihm  Frühjahr die Freiheit. Ein geeignetes Plätzchen fanden wir auch. Schön geschützt durch Hecke und Mauer. Ein paar andere Pflanzen mussten jedoch dafür weichen. Mein „Helferlein“ machte dies möglich.

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Vor ein paar Tagen machten wir einen Rundgang durch den Garten und erlebten eine Riesenüberraschung.

 

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Ich war so happy, dass ich meinte „da kann ich ja im Sommer Marmelade kochen“ und das „Helferlein“ entgegnete „sicher kannst du auch welche verkaufen“. Ich bin so froh, dass er sich in unserem Garten wohlfühlt.

Sicher kennt sie ein Jeder

die Nanas, die üppigen, bunten Frauenkörper von Niki de Saint PhalleIMG_20170323_140415.jpgIch mag diese Figuren, habe schon einige gesehen, z.B. in Hannover oder in Luxemburg, ich glaube in Berlin stand auch irgendwo eine. Was ist allerdings nicht wusste, bzw. mich auch nie damit auseinander gesetzt habe, war bzw. ist  die Künstlerin, die diese Werke geschaffen hat. Durch Zufall habe ich von der Ausstellung in den Opelvillen in unserer Nachbarstadt gehört und jemanden gefunden, der mit mir diese Ausstellung besucht hat. Meine Nachbarin und Turnschwester Heidi ist ebenso begeistert von diesen Werken. Sie brachte zu diesem Kaffeenachmittag noch ihre Freundin aus Idar-Oberstein mit. Wir genossen 1,5 Stunden Führung mit einer Kuratorin, die so kurzweilig die Werke erklärte und aus dem Leben von Niki de Saint Phalle erzählte. Diese Führung war unbedingt von Nöten, sonst hätte man die vielen Aufzeichnungen und Bilder nicht verstanden. Eine großartige Künstlerin, die sich mit ihren Werken therapiert hat.

Hier https://de.wikipedia.org/wiki/Niki_de_Saint_Phalle kann man einiges über ihr Leben nachlesen. Ein kleiner Auszug aus der Ausstellung (man sollte eigentlich nicht fotografieren – ich habe das nicht mitbekommen, aber sehr diskret gearbeitet). IMG_20170323_144328.jpg

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Ihre größte „Nana“ realisierte sie zusammen mit Jean Tinguely 1966 vor dem Stockholmer Moderna Museet. „Hon − en katedral“ (schwedisch: „Sie − eine Kathedrale“) nannten sie die 29 Meter lange liegende Plastik eines Frauenkörpers, der durch die Vagina erkundbar war. Diese „Nana“ beherbergte in ihrem Innern unter anderem ein Kino, eine Liebesnische im Bein, eine Milchbar in der Brust und eine mechanische Gebärmutter im Bauch. Dies war auch Nikis ironischer Kommentar zum tradierten Idealbild der Frau.Bildergebnisgeliehen aus dem www.

Nach diesem sehr interessanten Rundgang wurden wir in das Standesamt der Stadt Rüsselsheim zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Dort entwickelte sich eine muntere Kaffeerunde. Es war ein wunderschöner Nachmittag in geselliger Runde. Ich bin total beseelt nach Hause gekommen.

Mich gibt es noch

Aus irgendeinem Grund sitze ich kaum noch am Computer. Schreibe sehr wenig in den/das Blog. Ein wenig faul bin ich geworden. Nein! Ich denke es hat einen anderen Grund. Ich bin seit September 2016 Besitzerin eines Smartphones. Jaaaa, ich, die sich lange gegen so ein Gerät gewehrt hat. Der Große wollte jedoch unbedingt ein neues Handy, da er noch im Besitz eines Uralt-Nokia-Handys war. Und was soll ich sagen, einfach nur hervorragend, fantastisch, wahnsinnig praktisch. Ich möchte es nicht mehr missen. Schnell habe ich mit der Tochter ein paar Zeilen gewechselt oder die Kinder sprechen schnell mal was drauf, z.B. Gute Nacht Oma, Gute Nacht Opa. Darauf folgt immer ein dicker Schmatz. Letzte Tage bekam ich eine Sprachnachricht der jüngeren Enkelin „Ich hab dich lieb…….für immer“. Da schmilzt einem das Herz. Mittlerweile bin ich schon recht fit, mit diesem Gerät. Man kann alles damit machen, wozu man sich vorher an den Computer oder das Notebook gesetzt hat. Und ein wenig abhängig wird man automatisch, weil es einfach so praktisch ist. Wir verkneifen uns allerdings, Nachrichten während der Mahlzeiten zu lesen oder im Restaurant bleibt es in der Tasche oder gar zu Hause. Denn dort treffen wir uns mit Freunden zum Essen, Quatschen und Spaß haben.

Den Jahresabschluss

begingen wir in unserem Pantoffelkino. Aus unserem Weihnachtsurlaub im Pfarrhaus an der Atlantikküste kam ich leider „sehr“ krank zurück. Antibiotika, Hustensaft, Ibuprofen, Nasentropfen kamen zum Gepäck hinzu. Der französische Arzt stellte die Diagnose „einseitige Bronchitis, ganz weit unten“. Das merkte man bei den Hustenanfällen, vor allen Dingen in der Nacht. Ich hustete mir die Seele aus dem Leib (wie man so sagt). Verlängern konnten wir nicht, da das Domizil bereits an unserem geplanten Abreisetag wieder belegt wurde. Nun war das Auto gepackt und wir hatten auch keinen Nerv noch einmal für 1-2 Tage ins Pfarrhaus einzuziehen. Der Rückweg gestaltete sich ganz easy. Der Große musste natürlich den Löwenanteil der Fahrerei übernehmen. Von 6,5 Std. schaffte ich gerade mal 1 Stunde. Belohnt wurden wir, wie schon im Oktober, mit einem leckeren Abendessen im Kartoffelhaus „Papaterie“. Ich aß sogar wieder das gleiche Gericht und es schmeckte mir trotz Erkältung hervorragend. Geschlafen haben wir auch recht gut und konnten gestärkt am nächsten Tag den Rest der Reise antreten. Knappe 4 Stunden. Die sind wir in einem Rutsch durchgefahren. Was war ich froh, mein Bett, mein Sofa zu sehen. Dort lag ich die nächsten 2 Tage abwechselnd. Den Silvesterabend mussten wir schweren Herzens absagen. Die Freunde waren auch sehr traurig. Alles Jammern half jedoch nichts. So machten wir es uns nach einem leckeren Abendessen vor der Flimmerkiste gemütlich. Wir haben noch nie Silvester vor dem Fernseher gesessen, eine ganz neue Erfahrung. Und dann noch mit Mineralwasser. Das hatte jedoch einen Vorteil. Gestern waren wir nicht müde, hatten keinen Kater bzw. fühlten uns nicht kaputt. Hat auch was für sich.   Um 24.00 h wurde hier geknallt, das haben wir noch nie erlebt. Es ging bis 00:45 h ohne Unterbrechnung. Mein Gott, was wurde da in die Luft gepulvert. Gegen 01:00 h konnte man endlich schlafen gehen. Heute Morgen konnten wir unser neues Auto in der Opelstadt abholen, d.h. 9 Monate altes Auto durch die Waschanlage, schnell saugen und vorfahren. Neues Auto mitnehmen. Da es heute Morgen hier ein wenig geschneit hat, haben wir es noch gar nicht genießen können, sondern erst einmal in die Garage gestellt. Es gibt ein wenig Neues, an das wir uns noch gewöhnen müssen. Anderes Modell, Schlüssel nur noch als Funkkontakt, anderes Cockpit, andere Ablageflächen, Onstar-Funktion (müssen wir noch aktivieren, erstmal aufmerksam lesen).

http://www.opel.de/onstar/onstar.html?ppc=GOOGLE_700000001313749_71700000013876773_58700001122675989_p10090592436&gclid=CIGNjPS1o9ECFY3BGQodnIYHyQ&gclsrc=ds

Das war unser Start ins Neue Jahr. Vorgenommen haben wir uns nichts. Wir haben resümiert und festgestellt, dass 2016 gar nicht so schlecht für uns gelaufen ist und wenn es so weitergeht, sind wir zufrieden.

Der 2. Advent

stand bei uns im Zeichen von Besuch bzw. besuchen. Samstag früh fuhren wir Richtung alte Heimat. Es stand wieder ein Besuch bei unserem Papa/Opa/Uropa an. An diesem Wochenende haben wir auch dort übernachtet, um am Abend einmal mit den Geschwistern bzw. dem Schwager und den Schwägerinnen über den Weihnachtsmarkt zu schlendern und anschließend irgendwo einzukehren. Der Opa freute sich wie Bolle, dass er Besuch bekam. Ob er uns erkannt hat, möchte ich nicht behaupten. Wir tranken zusammen Kaffee mit Kuchen, drehten eine große Runde in der Kälte und schauten dann Fotoalben an. Die Bilder hat er mittlerweile von A nach B und von F nach C usw. geschafft. Ich erklärte ihm des öfteren, wer auf den Bildern zu sehen ist. Aber das war ihm total fremd. Einmal meinte er „was du alles weißt, ich weiß das nicht mehr“. Zum Abendessen parkten wir ihn an seinem Platz und vesprachen, am nächsten Tag wiederzukommen. Wir machten uns dann mit meinem Bruder auf den Weg zum Weihnachtsmarkt. Dort trafen wir die Schwägerin mit ihrer Enkelin und alle freuten sich über dieses Wiedersehen. Es gab viel zu schauen, essen und trinken. Ich aß natürlich meine obligatorische Currywurst mit Pommes rot/weiß. Hmmmmmm. Irgendwann kam auch meine Schwester noch hinzu. Es war gegen 18.30 h so kalt, das wir uns entschlossen ein Lokal aufzusuchen. Hier wärmten wir uns erst einmal auf und konnten bei einem Glas Wein oder Punsch ein wenig schwätzen. Es war ein sehr schöner Abend ohne Stress. Wir brachten noch meine Schwester zum Auto und nahmen dort einen kleinen Nikolausgruß entgegen. Ich bekam einen Elch aus Schokolade (ich liebe Elche), der Große bekam einen kleinen Elch aus Holz, der auf einer kleinen Tafel stand. Diese suchte ich heute Morgen. Da ging ein Grinsen über sein Gesicht. „Das war doch Schokolade“, die habe ich gleich gegessen. Unter Androhung einer Strafe stellte ich meinen Schoko-Elch in den Kühlschrank.  „Wag dich und geh an die Schokolade, dann fährst du nicht mit nach Frankreich“. Großes Gelächter – „Dann bekommst du aber Ärger mit den Mädels“. Hat er auch wieder Recht.

Wir hatten ein schönes Zimmer in der Ratsstube am Rand der Altstadt gebucht. Die Kirchenglocke hörten wir nicht, denn es waren 3-fach verglaste Fenster eingebaut. Kennen wir ja von zu Hause. (nicht wegen der Kirche, sondern wegen des Fluglärms). Wir schliefen gut und frühstückten herrlich am Sonntag Morgen. Dann noch einmal der versprochene Besuch bei Opa. Heute freute er sich noch mehr. Er wusste, dass wir schon einmal da waren. Ich erzählte ihm, wer ich wäre und das bejahte er auch gleich. Mein Bruder kam auch noch einmal kurz vorbei, um uns zu sagen, wie schön es am Abend war.

Auf dem Nachhauseweg besuchten wir den Cousin mit Frau vom Großen. Auch hier Riesenfreude, weil mind. 4 Jahre nicht gesehen. Allerdings öfter telefoniert. Der Nachhauseweg gestaltete sich auch recht gut. Es war soviel Verkehr in beide Richtungen, nicht zu glauben. Mit einer Pizza und einem Ital. Salat bewaffnet erreichten wir um 19.00 h unsere Hütte und waren froh, wieder daheim zu sein mit unseren ganzen Erlebnissen. Ein schöner 2. Advent. Nun liegen wir auf der Zielgeraden. In ca. 2 Wochen rüsten wir für unsere Fahrt nach France zum Christkind.

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Fortsetzung – La Provence

So, nun muss ich aber langsam zu Potte kommen mit meinen Reiseschilderungen. Es steht ja schon bald die nächste Fahrt nach Frankreich an und da gibt es doch wieder Neues zu berichten.

In Le Teil angekommen, war der erste Programmpunkt die Besichtigung des Widerstandsmuseums. Dieses wurde 2014 im Beisein unseres Bürgermeisters dort eingeweiht. Man hatte sogar 2 Veteranen (92 + 96 Jahre alt) aus dem 2. Weltkrieg eingeladen, die ihre Geschichte erzählten. Weiter ging es dann ins Rathaus. Dort sollten wir von Mitgliedern des Comites empfangen werden. Es gab Limo und Mineralwasser sowie Cola aus Plastikbechern und ein paar Kekse aus dem Karton. Ich fand das sehr befremdlich. Der Bürgermeister schaute für 2 Minuten zur Tür rein, um uns zu sagen, dass er gar keine Zeit hat. Meiner Meinung nach hätte er es besser nicht getan. Fazit: Kein Sympathieträger oder kein Interesse an uns Besuchern. Ziemlich schnell verabschiedeten wir uns, um noch ein wenig die Stadt anzusehen. Ist ja schließlich unsere Partnerstadt. Auch hier waren wir sehr enttäuscht. Le Teil ist eine kleine, runter gewirtschaftete Stadt ohne Leben (außer Autoverkehr) und Geschäfte. Einfach alt und herunter gekommen. In einem Straßencafe stellte ich den Großen vor die Wahl: einen Kaffee oder einen Pastis. Er meinte dann „ich glaube mir ist nach einem Pastis“. Dies war das erstemal, dass wir einen tranken bzw. probierten. Schnell gesellten sich noch ein paar Teilnehmer der Reise zu uns und wir spülten die negativen Eindrücke dieses Nachmittags einfach runter.

Pastis (aus dem Provenzalischen pastís für Mischung) ist eine Spirituose aus Anis mit Ursprung in Frankreich und enthält typischerweise 40 bis 45 Volumenprozent Alkohol. Grundzutat war ursprünglich Anis. Heute wird meist der aus China und Vietnam stammende Sternanis verwendet. Weitere Zutaten sind Zucker, Fenchelsamen, Süßholzwurzeln, verschiedene andere Kräuter, Wasser und Alkohol.

Als wir um 20.00 h im Hotel ankamen, erwartete uns ein schmackhaftes Abendessen. Ein paar Freunde aus Le Teil begleiteten uns und nahmen am Essen teil. Das war der erfreuliche Teil dieser Zusammenkunft. Ich hatte das Vergnügen mit einem sehr netten, freundlichen Herrn zu erzählen. Wir sprachen alle Sprachen, die uns zur Verfügung standen. Er, nur französisch. Ich, deutsch, englisch und französisch. Es war eine nette und lustige Unterhaltung. Um 23.00 h rief dann doch der Bettzipfel, denn der nächste und letzte Tag sollte auch wieder ein etwas anstrengender werden.

18. Oktober 2016 Widerstandsmuseum Le Teil

18. Oktober 2016 Widerstandsmuseum Le Teil

18.10.2016 Empfang im Rathaus von Le Teil

18.10.2016 Le Teil

Es gibt immer noch eine Steigerung

Just 3 Tage nach der Grippe-Schutzimpfung bekam ich ganz fieses Halsweg. Alles probiert: Salbei, kolloidades Silber, Lutschtabletten usw. am nächsten tat es noch mehr weh. Am dritten Tag kam ein Schnupfen hinzu und eine Trägheit besonderer Güte. Ich lag fast eine Woche auf dem Sofa. Nur der Schnupfen reichte mir nicht, es meldete sich auch ein Husten an. Dann doch mal Besuch beim Arzt, schnell noch vor dem Wochenende. Er stand schon mit einem Bein in der Tür und wollte zur Fortbildung fahren. Aber lieb wie er ist, schaute er in den Hals (das kann ich gar nicht leiden, muss immer furchtbar würgen), schnell abgehört. Lunge und Bronchien o.k., Hals entzündet. Fazit: Antibiotix auf Vorrat, nur nehmen, wenn es noch schlimmer wird, ansonsten inhalieren und Nasentropfen. Den Rat von plattlandtage befolgt und Granatapfel-Muttersaft gekauft und getrunken. Am nächsten Morgen werde ich wach und möchte dem Großen Guten Morgen sagen. Aus meinem Mund kommt……NICHTS, selbst nach dem räuspern NICHTS. So Leute, dachte ich mir, jetzt schluckst du halt das Antibiotika. Ich hatte das Gefühl, es wird von Tag zu Tag schlimmer – keine Spur von Besserung. Viel geschlafen, gelesen, gedöst, gegessen usw. Einige Termine abgesagt, kein Sport, keine Spaziergänge, 2 Zahnarztbesuche verschoben. Ich hoffe, am nächsten Mittwoch kann Oncel Doc mit der Restaurierung meines Brückenbauwerks beginnen. Es wird einige Zeit kosten. Alte Brücke raus, schleifen, Abdrücke usw. und dieses Teil wieder rein bis zum nächsten Termin. Das hätte ich überhaupt nicht geschafft. Ansonsten versuche ich, mich wieder in den Alltag einzugliedern. Lege mich aber immer noch mittags hin für ein kleines Schläfchen, weil müde und malade.

Ein schönes Erlebnis

Am Montag Abend wurde die Kerb mit einem großen Feuerwerk beendet. Für uns immer ein Muss, dort auch dabei zu sein. Das Weindorf war gerammelte voll (wie die Hessen sagen). Wir trafen dort bekannte aus dem Ort, die wir schon längere Zeit nicht mehr gesehen haben. Das ist das Schöne bei solchen Gelegenheiten, Leute treffen, ein wenig babbeln und ein Weinchen schlürfen. Gegen Ende des Abends hatten wir eine sehr schöne Begegnung mit zwei Asylsuchenden aus Syrien mit ihrer Betreuung. Sie wurden im November letzen Jahres von der Nachbartochter (sie ist Bedienstete bei unserer Stadtverwaltung) durch unseren Ort geführt, um ihnen zu zeigen, wo es Ärzte gibt, wo man einkaufen kann usw. Dann stellte sie ihnen auch die Eltern vor. Wie unser Nachbar so ist, lud er die beiden für den Sommer zum Grillen ein, mit der Bedingung, dass sie bis dahin ein wenig deutsch sprechen können. Vor 8 Tagen war es dann soweit. Die komplette Familie wurde zusammen getrommelt und Erich ging seiner Lieblingsbeschäftigung nach „Grillen“. Er und seine Frau haben sich sehr viel Mühe gemacht und Hähnchenfleisch, Rindfleisch usw. besorgt. Aber auch ein paar Bauchlappen für Familienmitglieder. Die zwei Gäste (Vater und Sohn) haben alles gegessen und getrunken. Es hat ihnen so gut gefallen und geschmeckt. Sie wollten auch Schweinefleisch essen, Bier und Wein trinken, weil es hier bei uns so üblich wäre und sie keine Außenseiter sein möchten. Auch am Montag Abend tranken sie Bier und fanden es so lecker. Sie sprechen schon so gut deutsch, verstehen alles, was wir sagen, der Sohn (21) geht auf ein Gymnasium in Rüsselsheim und will unbedingt sein Abitur machen. Die zwei sind so sympathisch und der Betreuer erst. Ein Italiener, ca. 35 Jahre alt, hier in Deutschland geboren und gelernter Finanz- und Bankangestellter, gut aussehend, kommunikativ – ein richtiger Schwiegermuttertyp, wenn ihr versteht, was ich meine. Es waren so wertvolle Gespräche. Beim Abschied wurden wir für Sonntag, 11.9. zum Kaffeetrinken in die Flüchtlingsunterkunft eingeladen. Es wären immer so nette Nachmittage und sie möchten uns dort gern bewirten, Spiele spielen, erzählen und sich helfen lassen. Dort werden wir dann auch unsere alten Spiele und Puzzles los, die unsere Tochter während ihres Besuchs aussortiert hat. Also der Termin steht schon in unserem Kalender. Die Nachbarn wollen auch mitgehen. Wir freuen uns.