Ich haben fertig

Alles eingekauft, Betten bezogen, vorgekocht, geputzt, Geschenke eingepackt und den Baum geschmückt. Gestern Abend fiel ein Felsbrocken von mir, als ich den letzten Einkauf verstaut hatte. Da meinte ich zum Großen „heute Abend haben wir uns aber mal ein Fläschchen Wein verdient“. Das ließ er sich nicht zweimal sagen und sauste (so schnell es ging) in den Keller. Nach oben kam er mit einer Flasche Gewürztraminer aus dem Elsass.  Wer sich erinnert, der erwachsene Sohn unseres Schwiegersohns machte mit seinem Cousin eine Tour von Straßburg zu uns. Die Eltern hatten sich so gefreut, dass wir die zwei hier aufgenommen haben und alles so gut geklappt hat. Dieses Fläschchen wurde gestern Abend geköpft. Normalerweise bin ich ja ein Freund von halbtrocken oder trockenem Wein, aber dieser Wein hat mich total umgehauen. Man was war der gut. Der Große ist während der Fernsehsendung eingenickt, da konnte ich mir klammheimlich schnell das eine oder andere Schlückchen nachschenken. Die Flasche war so schnell leer. Heute Morgen haben wir gleich mal nachgeschaut, ob wir ihn noch käuflich erwerben können. Leider gibt es diesen Jahrgang (2008) nicht mehr. Aber das macht nichts. Dann werden wir im neuen Jahr den ältesteten Jahrgang bestellen, nämlich 2011 und ihn ein wenig liegen lassen.

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Endlich ist er da

…der neue Stuhl und der Große ist glücklich. Als wir vor drei Jahren, vor der ersten Hüftoperation an der Patientenschulung im Krankenhaus teilnahmen, gab es im Seminarraum ein paar Stühle mit erhöhtem Sitzkomfort und Armlehne. Nach mehreren Rückfragen konnte mir niemand sagen, wo man so einen Stuhl erwerben kann. In diesem Jahr habe ich es noch einmal in Angriff genommen. Als die Schulung rum war und alle den Raum verlassen hatten, schaute ich unter jeden Stuhl und hatte bei einem Erfolg. Da stand der Firmenname drunter. Schnell ein Foto gemacht und zufrieden den Heimweg angetreten. Zuhause wurde dann schnell im Inernet nachgeschaut, wo diese Firma ansässig ist und wie man an so einen Stuhl gelangen kann. e-Mail geschrieben und tagelang nichts gehört, nochmal e-Mail geschrieben und dann kam ein Anruf. Die freundliche Dame meinte, dass die Firma nur für Firmen, Krankenhäuser, Pflegeheime oder Rehazentren arbeitet, aber man würde eine Ausnahme machen und einen Stuhl für mich bzw. uns fertigen lassen. Ihr könnt euch vorstellen, wie begeistert ich/wir waren. Sie schickte uns per Mail Holzfarben und Muster der Bezüge. So haben wir den besagten Stuhl individuell für uns gestaltet. Lieferzeit 6-8 Wochen. Nach dem Preis fragte ich gar nicht, denn der stand hier nicht zur Diskussion. Wir waren einfach froh, so ein Teil bekommen zu können. Ein paar Tage später kam eine Auftragsbestätigung und wir waren angenehm überrascht, denn diesen Preis hätten wir nicht erwartet. Allerdings mussten wir 70,– € für den Versand in Kauf nehmen. Die Firma hat ihren Sitz in den neuen Bundesländern (Ossiland oder auch Dunkeldeutschland genannt). Ende Nov. leisteten wir eine Vorkasse und gestern kam das Teil bei uns an.

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Verpackt in einem riesigen Karton, gut eingewickelt, Sitzen im 90° Winkel und ein Vergleich zu unseren normalen 80 Jahre alten Küchenstühlen. In den letzten Wochen saß er auf einem Armlehnstuhl aus dem Esszimmer, der mit einem Keilkissen für Hüftoperierte bestückt war und einem Stuhlkissen, damit er einfach höher sitzen konnte. Wer sich erinnert, wir hatten vor 3 Jahren den Küchentisch an beiden Seiten ausschneiden lassen, so dass die „langen Haxen“ vom Großen gut drunter passen.

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Ein geselliger Abend

Vor ein paar Wochen traf ich beim Mittagessen einen früheren Kollegen aus dem Rathaus meines früheren Arbeitgebers. Er war dort Amtsleiter der Kämmerei und später der Stadtwerke. Wir haben uns gleich wieder erkannt, doch mit meinem Namen tat er sich schwer. Nachdem wir das geklärt hatten, entschuldigte er sich gefühlte 10 x, dass ihm dieser nicht eingefallen war. Zeitweilig arbeitete ich damals zur Aushilfe in beiden Abteilungen. Er erzählte mir, dass am 08.12.2017 ein Treffen in einem Flörsheimer Restaurant stattfinden soll und fragte, ob ich nicht Lust und Zeit hätte auch einmal an einem Treffen von „alten“ Kollegen teilzunehmen. Natürlich, das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Gestern Abend war es dann soweit. Mir saßen 3 Herren gegenüber, für die ich mal gearbeitet habe. Der letzte Chef, Geschäftsführer des Regionalparks, musste mich erst einmal in den Arm nehmen, so freute er sich, mich zu sehen. Wir erzählten dann, dass wir uns schon 41 Jahre kennen. Der dritte Herr war Amtsleiter des Tiefbauamtes. Dort arbeitete ich 1999 zur Aushilfe, da die Sekretärin ein paar Wochen vor dem Ruhestand in Kur ging, Überstunden abfeierte und Resturlaub nahm. Im Jahr 2000 setzte ich nach 13jähriger Pause meine berufliche Laufbahn wieder fort. Mein allererster Chef der Stadtverwaltung konnte leider nicht dabei sein (auf den freute ich mich allerdings am meisten). Er bekam überraschend Besuch und den konnte er auch nicht absagen. Auf jeden Fall war es ein so geselliger Abend mit vielen Gesprächsthemen aus alten Zeiten und aktuellen Anlässen. Auch zwei Ehefrauen waren dabei und diese meinten beim Verabschieden „gell, sie kommen aber beim nächsten Mal auch wieder und dann bringen sie ihren Mann mit“. Das hat mich doch sehr gefreut.

Überraschung

Als ich gestern morgen um 11.00 h von meiner Shiatsu-Stunde kam, erlebte ich eine super Überraschung. Es stand ein kleines Kästchen auf der Treppe. Darin befand sich ein Syphon sowie der Inhalt dieses Teils, welcher uns ein wenig Kopfzerbrechen bereitet hat. Dann las ich auch die Nachricht vom Großen. „Rainer war da, ausgebaut, eingebaut, Wassertest. Alles super. Dusche ausgeputzt. Boden gekehrt“, nach 10 Minuten wieder weg. Man was war ich froh, dass das so abgelaufen ist. Später wurde mir dann erzählt, dass sich unser Installateur noch einmal entschuldigt hat, dass er das Bad ein paar Tage zuvor so hinterlassen hat. Aber er hätte nicht mit soviel Arbeit an diesem Vormittag bei uns gerechnet und wollte eigentlich nach 1 Stunde schon auf einer anderen Baustelle sein. Er ließ ausrichten, dass ich in nächster Zeit etwas bei ihm gut hätte. Nette Geste. Nun läuft alles wieder wie geschmiert. Prima

Die Moral von der Geschichte: Kippt nie und nimmer irgendwelche flüssigen Rohrreiniger in irgendwelche Ausgüsse. Lieber mit einem Pümpel versuchen. Und wenn es unbedingt sein muss, dann mit ganz viel Wasser nachspülen. Dieses Zeug hatte sich in dem flachen Duschsyphon so verhärtet. Es sah aus, als wären kleine schwarze Steine dort drin.  (Bild folgt)

 

 

Mein Black-Friday

Seit Anfang des Jahres hatte uns unsere Heizung ein wenig auf Trapp gehalten. Immer wieder mal Aussetzer u.ä. Angefangen wohl schon im Februar, als die australischen Jungs zu Besuch da waren. Dann hatten wir bis zum September Ruhe. Anfang Sept. fing der Brenner an der Heizungsanlage wieder an zu spinnen. Nach mehreren Besuchen unseres Installateurs merkten wir irgendwann, dass ein Elektronikteil am Brenner einen Wackelkontakt hat. Es war von der Halterung ein winzig kleines Teil abgebrochen, so dass dieses Teil nicht richtig aufsaß. Es wurde mit Kabelbindern fixiert. Dann wieder Ruhe. Im Oktober standen wir irgendwann morgens auf und „die Bude war kalt“, wie man so schön sagt. Wieder Aussetzer. Ich band dann noch einen Draht um das Teil und siehe da es hielt. Allerdings verständigte ich den Installateur, damit dem Ganzen Abhilfe geschaffen werden konnte. In der Beschreibung des Brenners waren zum Glück alle Einzelteile aufgelistet und gut abgebildet. Ich wollte nicht solange warten, bis das Teil wieder den Geist aufgab, sondern ich wollte ein Neues, damit wir den Winter unbeschadet überstehen. Gesagt, getan. Es sollte bestellt werden. „In ein paar Tagen ist es da“, meinte der Gute. Nach gefühlten drei Wochen wollte ich doch Gewissheit haben, denn diese Apparatur über Weihnachten, wenn die Familie zu Besuch ist, war für mich keine Option.  Ich sagte noch zum Großen „Rainer hat das sicher in seiner Kiste liegen und wartet, dass wir anrufen“. Tatsächlich, wir haben ihn erwischt. „Ach ja, das Teil liegt hier in meiner Kiste, ich hätte mich nächste Tage auch gemeldet.“ Wer’s glaubt. „Und denk dran, du hast noch ein Teil in deiner Kiste, und zwar für den Mischer an der Fußbodenheizung.“ „Stimmt, das mache ich dann gleich mit“. Wir vereinbarten einen ganz schnellen Termin, nämlich Freitag um 8.30 h. Dass hieß gestern morgen, zeitig aufstehen, ab ins Bad, mal einen schnellen Kaffee, Zeitung anschließend. Der liebe Rainer montierte beide Teile im Heizungskeller. Alles läuft wie geschmiert. Da er dann schon mal da war, bat ich ihn mal nach meiner Dusche zu sehen. Dort läuft das Wasser sehr schlecht ab, bzw. wenn Wasser am Waschbecken läuft, kommt es in der Dusche hoch.Er gab sich redlich Mühe, verwandelte das Bad in eine mittlere Baustelle, holte sogar noch schnell die Spirale von zu Hause und ließ diese durch sämtliche Öffnungen laufen. Am Waschbecken war alles o.k. Also muss es die Dusche sein. Der Syphon ließ sich nicht öffnen, denn dort sitzen Verhärtungen drin. Wir haben irgendwann mal Drano oder ähnliches hineingekippt, nicht genug Wasser nachgespült und dann hat sich das ganze zu einem dicken Kloß verhärtet. (Annahme von Rainer) Ich muss erst einen Syphon dieser Art besorgen, denn den kann ich nicht mehr verwenden, wenn ich ihn rausgeholt habe war das Fazit. Also alle Geräte eingepackt, den Installateur an der Haustür verabschiedet bis Dienstag oder Mittwoch. Dann sah ich, dass er mit regennassen Arbeitsschuhen  durch das Erdgeschoss in den Keller und wieder zurück in den ersten Stock gelaufen ist. Zwischendrin immer wieder mal am Auto etwas geholt. Nicht nur das Bad sah aus wie Harry, sondern der komplette Hausflur bis in den Keller. Das hieß Putzeimer schwingen. Erst das Bad gereinigt und dann von oben bis unten einmal durchgewischt. So war der Freitag Vormittag überhaupt nicht geplant. Wer braucht denn sowas. Als ich fertig war, konnte ich gleich meine Schwimmtasche greifen, den Großen aufscheuchen und zur Wassergymnastik fahren. Was für eine Erholung. Am Abend haben wir uns dann mit einer leckeren Pizza in unserer Lieblingspizzeria mit 2 guten Bekannten belohnt. So wurde es ein schöner Abend und der Vormittag war Geschichte. Hoffentlich wird das nächste Woche nicht wieder so ein Akt.

Produkt für die Spülmaschine

Vor zwei Wochen gab es bei A..i Süd ein Produkt für die Spülmaschine im Angebot. Allerdings nur für einen Tag.

Rokittas Rostschreck – Verhindert Rostflecken auf Bestecken, Töpfen und Pfannen. Bekannt aus der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“

Da wir seit einiger Zeit Probleme mit den Messern haben, bin ich am Nachmittag zum besagten Laden gesprintet. Leider eine Metzgerfahrt. Nach Rückfrage mit dem Personal wurde mir gesagt, dass es in keinem Laden mehr vorrätig ist. Die Zeit könnte ich mir sparen. Es hätte Käufer gegeben, die hätten gleich 5 Stck. davon gekauft.

Wieder zu Hause schmiss ich das Internet an. Dort gibt es mehrere Anbieter, jedoch teurer. Ist ja klar. Auf jeden Fall bestellte ich mir so ein Teil und siehe da. Das Besteck glänzt, die Messer sind einwandfrei, kein einziges Fleckchen und sie glänzen richtig schön. Wir sind begeistert, weil wir nun auch nicht mehr nachspülen oder polieren müssen.

https://www.rostschreck.de/

 

Mittlerweile

hat der Große die 15 Tage ambulante Reha, die er in eine 4-Tagewoche gepackt hatte, hinter sich gebracht. Die Anwendungen haben sehr viel gebracht. Die Unterhaltung war auch sehr gut, das Mittagessen hat er lieber zu Hause am Abend eingenommen und die Fahrt nach Hause jeden Abend hat ihn doch immer sehr geschafft. Ca. 1 Stunde in einem 8-Sitzer sitzen, das Bein nicht ausstrecken können und warten bis man als letzter aussteigen darf. Aber nun ist es ja geschafft. Am Montag, den 06.11.2017, waren wir zur ersten Kontrolle beim Chirurgen im Krankenhaus. Er empfing uns zwischen zwei Operationen. So ein Service, so mussten wir nämlich nicht nach Mainz fahren. Er war sehr zufrieden mit seinem Werk „oh schöne kleine Narbe“, „gefällt mir“

Er erzählte uns noch, dass es eine reibungslose und gute Operation war und er sich für den Patienten und auch für mich freut, dass es nun wieder aufwärts geht. Es gab gleich ein Rezept für weitere Physiotherapien, eins für neue Einlagen und dann konnten wir schon wieder den Heimweg antreten. Auf dem Nachhauseweg nahmen wir noch gleich unser Mittagessen mit. Es gab nämlich Tafelspitz mit Meerettichsoße und Boullionkartoffeln mit Salat zum Mittagstisch. So hatten wir wieder ein Essen auf Rädern, denn die Zeit es noch im Gasthaus zu essen, hatten wir leider nicht. Es war kurz vor der Mittagspause. Aber das war gar nicht schlimm, denn zu Hause machten wir uns gleich über sämtliche Behältnisse her. Den Hauptgang mit einem Salat gab es gleich. Der Tafelspitz war einfach grandios. Man so lecker hatte ich schon lang keinen mehr gegessen.  Der Nachtisch war so lecker, nämlich Pflaumenkompott mit Zimt, Sternanis usw. Hmmm. Die Suppe aßen wir abends und teilten uns den zweiten Salat.

Was für ein erfolgreicher Tag.

Während der Reha-Zeit wollte ich eigentlich das eine oder andere erledigen, aber irgendwie kam ich gar nicht zu den Erledigungen. Ich konnte in Ruhe einkaufen gehen, ohne auf die Uhr für’s Essen zu schauen. Ich habe mir einige neue Klamotten für den Herbst gekauft, ich war mit meinen Tennisdamen zum Mittagessen, ich war bei der Nachbarin zum Geburtstagskaffee eingeladen, damit wir beide nicht allein waren und ich habe mich ein paarmal mit meinem ebook-Reader aufs Sofa gesetzt und den Nachmittag genossen. Habe ein wenig im Garten geschafft und jeden Abend ein leckeres Essen auf den Tisch gebracht. Auf einmal waren die 4 Wochen rum.

Man glaubt es nicht

Ich muss mir jetzt mal ein wenig Luft machen. Der Große hat am 05.10. seine ambulante REHA angetreten. Er wird morgens gegen 9.30 h abgeholt und am späten Nachmittag wieder nach Hause gebracht. Gestern erster Tag. Ein Fahrzeug der Johanniter kommt ohne vorherigen Anruf (es soll 10 Minuten vorher angerufen werden, damit der Patient Zeit hat sich fertig zu machen oder bereits draußen wartet). So war es gestern. Es kam kein Anruf und da wir pünktliche Menschen sind, gingen wir in unserem Weg auf und ab, natürlich mit dem Telefon in der Hand. Um 9.45 h kommt das Fahrzeug. Der Fahrer meint, ich konnte nicht anrufen, sie haben keine Nummer angegeben. Hääää? Ich erklärte ihm, dass ich gefühlte 10 Formulare und Fragebogen ausgefüllt habe und alle mit sämtlichen Daten und Informationen. Das REHA-Zentrum wollte sogar wissen, woran die Eltern vom Großen gestorben sind. (warum? auch immer) Außerdem erhielten wir am Abend vor REHA-Beginn einen Anruf von dort, ob es noch Fragen gäbe und alles okay sei für den nächsten Tag. Da fragt man sich, woher hatte die Dame unsere Telefonnummer? Auf jeden Fall schrieb ich gestern dem Fahrer unsere Telefonnummer auf seine Liste und es konnte losgehen. Der Große schrieb einmal von dort, dass alles gut klappt, die Therapeuten sehr nett wären und der Arzt zufrieden. Auf der Rückfahrt kam das Fahrzeug in einen Stau, so dass er um 18.15 h wieder zu Hause war. Dazu muss man sagen, im Feierabendverkehr nach Mainz rein und aus Mainz raus ist eine Katastrophe. Heute Morgen sitzen wir noch bei Kaffee und Zeitung da klingelt es. Ein junger Mann steht vor unserem Tor. Ahh der Fahrer der Johanniter. Ich gehe runter und er meint, ich konnte Sie leider nicht anrufen. Ich habe keine Telefonnummer. So…….was denkt ihr jetzt? Mir verschlägt so schnell nichts die Sprache, aber ich konnte erst gar nicht antworten und als dieser Satz sich in meinem Hirn verankert hat, platzte es aus mir heraus. Vorher natürlich eine Entschuldigung, denn der brave Student konnte ja nichts dafür. Er war allerdings hinterher auch sprachlos.

Der Große meinte dann, auf jeden Fall sind die Anwendungen sehr gut und ich freue mich auf den heutigen Tag, da ist es mir egal, wie die an der Anmeldung arbeiten. Schon gut, dass er sich nicht aus der Ruhe bringen lässt, aber in mir brodelt es ganz gewaltig. Wir waren selbst ein Arbeitsleben lang Büromenschen, die zuverlässig und ordentlich gearbeitet haben, oft auch den Boppes aufgerissen, wie man heute so sagt. Das wäre uns mit Sicherheit nicht passiert und wenn dann nur einmal.

 

Was für eine Woche

Die 39. KW 2017 war eine sehr aufregende. Am 25.09.2017 wurde der Große operiert. Er bekam ein neues Hüftgelenk, und zwar links. Nun sind beide Hüften mit Ersatzteilen versehen. Die OP verlief ohne Komplikationen und er war ruckzuck aus der Narkose erwacht. Als ich um 15.00 h ins Krankenzimmer kam, saß er im Bett, als hätte man ihn nicht drangenommen. Begrüßung: „Da bist du endlich. Ich habe Hunger und warte auf die Kaffeestückchen“. Na prima, fängt ja gut an. Ich dachte eigentlich, ich könnte in dieser Woche einiges erledigen. Irgendwie ist die Zeit an mir vorbeigeflogen und plötzlich war sie rum. Meine Nächte waren nicht so gut, da allein im Haus. War immer froh, wenn es hell wurde. Kaffeetrinken, Zeitung lesen, Bad und anziehen, wie immer. Ein wenig Haushalt, Mittagessen vorbereiten oder vorkochen (für schlechte Zeiten). Ein wenig ruhen, telefonieren und gegen 14.30 h ins Krankenhaus bis ca. 17.30 h. Nachmittags noch einmal schnell Garten, damit die Biotonne bis zur nächsten Leerung nicht leer bleibt, immer wieder telefonieren und Freunde und Familie benachrichtigen. Einmal bin nach dem Krankenhaus zur Firma Adler gefahren. Hatte von dort 3 Gutscheine. Was ein Lauf. Ich ging durch den Laden und packte alles in mein Körbchen – gefällt mir – gefällt mir usw. dann Umkleide, von 7 Teilen konnte ich 5 mit nach Hause nehmen. Happy. Am Donnerstag lud ich zwei sehr gute Bekannte anlässlich meines Geburtstages zum Mittagessen ein. Was hatten wir drei einen Spaß (ohne Handy bzw. Smartphone). Dann schnell Blumen heimgebracht und wieder ab in die Klinik. Komme mit Kuchen ins Zimmer, da sitzt der Große und hat schon einen Teller mit Pflaumenkuchen vor sich. Die Frau seines Zimmernachbarn hatte gebacken und die Männer versorgt. Ich bekam auch ein schönes Stück davon. Meinen Kuchen nahm ich wieder mit, den gab es dann am Freitag, da habe ich ihn schon wieder nach Hause geholt. Wir versuchen uns auszuruhen, essen, ein wenig Gymnastik, draußen auf und ab gehen und wieder ausruhen. Die Nächte sind nicht sehr erholsam. Große Wund- und Knochenschmerzen, ein Riesenbluterguss im Bein. Wie sagt man so schön, da muss er jetzt durch. Am Donnerstag beginnt die ambulante REHA in Mainz. Er wird morgens geholt und nachmittags wieder heim gebracht. Da werde ich mal meinen Garten weiterhin auf Vordermann bringen. Es ist nicht mehr viel zu tun, aber ich habe ja nun keine Hilfe, allerdings kann ich mal ein paar Stunden dranbleiben, ohne auf die Uhr zu schauen.

Traurige Gedanken

habe ich heute Vormittag mit dem Kochen einer Kürbissuppe vertrieben. Ich bin ja nicht so der Freund von Kürbis (außer den bemalten, die man vor die Haustür legt). Bedingt durch meinen „Liebslingsnachbarn“, der mir im Mai eine Kürbispflanze vorbeibrachte, liegen nun ein paar der Hokaidokürbisse in unserem Hof. Der Große mag gern Kürbis essen. Er muss dabei immer an den gefüllten Pumpkin in Australien denken. Dazu fällt mir allerdings nichts ein, mir hatte der nämlich nicht geschmeckt. Nun gut. Ich tat ihm heute Morgen den Gefallen und kochte aus 2 kleinen Köpfen eine Suppe. Das Rezept bekam ich aus dem WWW.  Die Zutaten hatte ich alle im Haus.

Hokaido, Karotten, Zwiebeln, Kartoffeln, Brühwürfel, Kokosmilch, Pfeffer, Salz und Ingwer.

Die Mengen habe ich frei „nach Schnauze“ variiert, da ich keine Lust hatte, alles genau abzuwiegen. Kürbissuppe.jpg

Die Zwiebeln werden in Butter angedünstet (ich habe Butterschmalz genommen), dazu kommen die Karotten, der Kürbis gewürfelt, die Kartoffeln und man lässt alles ein wenig dünsten. Dann die Brühe aufgießen (bis das Gemüse bedeckt ist) und alles ca. 20-30 köcheln lassen. Das Ganze pürrieren, mit Salz, Pfeffer, Knobi, ein paar Sweet-Chiliflocken abschmecken. Zum Schluss eine Dose Kokosmilch einrühren und den Ingwer mit einer feinen Reibe in die Suppe geben (hier Vorsicht, dass es nicht zu scharf wird). Als die Suppe so vor mir stand, musste ich sie natürlich probieren und was soll ich sagen: „Sie schmeckt mir besser, als ich dachte.“ Der Große meinte: „Die kann doch nur gut sein, du hast sie doch gekocht.“ So ein Schmeichler. Auf jeden Fall freut er sich schon auf morgen Mittag.

Am Nachmittag schrieb ich der Nachbarin eine WhattsApp. Sie solle doch mal ihren Mann fragen, ob er mal meine Suppe probieren möchte (sie mag auch nicht so gern Kürbis). Prompte Antwort: „Er ist schon unterwegs“. Ich gab ihm eine Tupperdose mit nach Hause. 5 Minuten später wieder eine WhattsApp. „Schmeckt hervorragend“

Seht Ihr: So klappt es auch mit dem Nachbarn.

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