Surprise

Wie man ja weiß, geht der Große mittwochs mit seinen Tennisjungs zum Mittagessen, wenn nichts dazwischen kommt. Und jeden Mittwoch stellt er mir die selbe Frage: „Was isst du denn heute Mittag.“ Jeden Mittwoch die selbe Antwort: „Weiss ich noch nicht.“ „Du wirst schon was finden.“ Ja genau, wo findet man denn ein Mittagessen? Bevor ich mich an die Gartenarbeit machte durchstöberte ich die Kühltruhe und fand eine Tupperdose mit Soße und eine mit Nudeln. Prima, dachte ich mir. 2,5 Stunden Gartenarbeit und plötzlich wurde es dunkel, ein Ausläufer von Harvey zog über unser Grundstück und hätte mich fast weggeweht und ein paar Tropfen Regen waren auch dabei. 13.00 h , genau richtig für mein Mittagessen. Beim Wärmen der Soße stellte ich fest, dass noch etwas anderes in der Tupperdose vorhanden war, nämlich eine dicke Scheibe Spießbraten. Dazu noch schnell einen Gartensalat und die Nudeln und ich hatte ein wunderbares Essen. Hmmm, lecker wars. Als der Große heimkam und mich beim Essen entdeckte, meinte er „das hätte ich auch gern gegessen“ und grinst. Ich lasse mich gar nicht ablenken und verspeise genüsslich mein „gefundenes Mittagessen“. Der Herr des Hauses musste natürlich ein Mittagschläfchen machen, Essen gehen macht ja so müde. Ich setzte meine Gartenarbeit fort, es schienen nämlich mehrere Sonnen vom Himmel. Noch einmal 3,5 Stunden. Aber nun sieht es wieder einigermaßen manierlich aus. So ein paar Wochen nichts machen, tut nicht gut. Aber es ging nunmal nicht anders. Und nach so einem Essen, war ich fit und gestärkt.

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Durchzug eines Regengebiets

Update nach Unwetter: Unsere Stadt sieht aus, als wäre ein Tornado über sie hinweg geweht oder wie nach einem Herbststurm. Blätter, Äste usw. Die Straßen total übersät mit Grün. Heute morgen in Mainz war überhaupt nichts zu sehen. Rüsselsheim muss die Grenze gewesen sein und dann in Richtung Frankfurt a.M. Es waren schon viele Gärntner unterwegs, um Bäume zu schneiden. Die haben erstmal ein paar Tage zu tun.

 

Heute Mittag gegen 14.00 h, wir waren gerade mit dem Mittagessen fertig, wurde es so dunkel, dass man das Licht anmachen musste. Schwarzer Himmel, Wind – nein Sturm, Hagel, ein Gewitter erster Güte und sturzbachartige Regenfälle. Die Baustelle hinter dem Haus stand plötzlich still, kein Flugzeug überflog unsere Region bzw. startete. Ich saß in meinem Sessel und beobachete dieses Schauspiel von meinem Sessel aus. Der Große hatte sich zur Mittagsruhe begeben. Nicht zu fassen, er schlief und hier ging die Welt unter. Nach einer halben Stunde war das Schlimmste vorbei und es regnete so vor sich hin. Wir tranken unseren Kaffee und ich erzählte, was sich draußen so abgespielt hatte. Am späten Nachmittag musste ich ins Erdgeschoß und kam am Terrassenfenster vorbei.  Ach du meine Güte, was war das denn. Es sah aus, als wäre ein Tornado über sämtliche Blumenkästen hinweg gezogen. Blätter, Blüten und von meiner Hängebegonie ganze Blütenzweige verstreut über die Terrasse. Da hieß es erstmal Besichtigung des Grundstücks. Blätter, kleine Äste, Dreck verteilt in allen Ecken. Der Große kehrte die Außentreppe zum Keller und kam mit einem Eimer Kehricht nach oben. Nun haben wir die nächsten Tage erst einmal Aufräumarbeiten zu erledigen. Man hat ja sonst nichts zu tun. Unsere Nachbarin ist immer so stolz auf ihre Balkonblumen. Sie war am Boden zerstört, wie diese aussehen bzw. was davon übrig geblieben ist.

Auf jeden Fall sind keine größeren Schäden zu verzeichnen. Darüber sind wir sehr froh. 50 € für ein paar Blumen kann man da schon verschmerzen.

Wohnen im Münsterland

Am Dienstag Abend suchte ich eine Unterkunft für unseren Aufenthalt und kam durch Zufall auf die Seite http://www.airbnb.de. Das ist eine Vermittlung von privaten Unterkünften weltweit. Ich buchte ein Zimmer bei einer Dame, die allein ein Einfamilienhaus bewohnt. Sie stellt das Obergeschoss in Ihrem Haus zur Verfügung. Dort gibt es drei Zimmer und ein Bad. Wir benötigten ein Zimmer, somit vermietete sie auch nur an uns. Es kommen keine fremden Leute hinzu, da es nur ein Bad gibt. Bezahlt haben wir 70,–  € für 2 Nächte. Frau Anne ist so nett und extrovertiert. Eine interessante Frau. Sie macht es jetzt seit einem Jahr und hatte schon Gäste aus Neuseeland, Finnland und mehr. Vermietet wird nur, wenn sie auch zu Hause ist. Sie sucht sich die Gäste auch aus. Wir haben uns sehr wohl bei ihr gefühlt. Sie hat uns auch Frühstück angeboten. Wir saßen bei ihr in der Küche und sie frühstückte mit uns bei sehr interessanten Gesprächen.

Beim Abschied bot sie uns an, jederzeit wieder bei ihr zu buchen, wenn es sein muss, auch für 1 Nacht. Das hat uns sehr gefreut.

Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, dass mir diese 3 Tage gar nicht so sehr wie ein Krankenbesuch vorkamen. Die Gegend rund um Haltern und Dülmen ist so schön, grün, viel Wald, die Pferdekoppeln einfach schön. Ein Paradies nicht weit vom Ruhrgebiet entfernt. In der Nähe gibt es den Merfelder Bruch mit seinen Wildpferden. Ich denke, wir werden bestimmt, abgesehen vom Besuch meines Vaters, einmal dort ein paar Tage Urlaub machen und dabei wieder einmal die Familie sehen.

Unsere Tour ins Ruhrgebiet/Münsterland

Bedingt durch den Anruf meines Bruders und der meiner Schwester, machten wir uns am Mittwoch auf den Weg ins Münsterland. Dort wohnt mein Bruder. Er betreut unseren Vater, der dort in einem Pflegeheim wohnt. Ihm ging es am Dienstag nicht sehr gut, selbst der Arzt meinte, es sähe nicht gut aus. Er hatte seit Tagen nichts gegessen und nur wenig getrunken. So bekam er Kochsalzlösungen und pürriertes Essen sowie hochkaloriesche Speisen, soweit man diese in ihn hinein bekam. Mittwoch zum Mittagessen trafen wir dort ein. Es stand eine Graupensuppe auf seinem Tisch, die er verweigert hat. So ein pürriertes Essen ist schon sehr gewöhnungsbedürftig. Der Pflegekraft gab ich den Tipp mit Pudding oder Obstbrei. Den Pudding reichten wir über Stunden immer wieder, gegen Abend war das Schälchen leer. Donnerstag feierte mein Bruder seinen 67. Geburtstag. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich/wir das letztemal diesen zusammen gefeiert haben. Nach unserem Morgenbesuch bei Papa zeigte er uns ein Hofgut in Haltern am See, bei dem es Mittagstisch und guten Kuchen gab. Bei dieser Gelegenheit löste er einen Gutschein über eine große Torte ein, den seine Tochter im vergangenen Jahr gewonnen hatte. So hatten wir gleich einen schönen Geburtstagskuchen. Eine große Schwarzwälderkirsch-Torte. Die Kaffeetafel war bei meiner Nichte im Garten eingedeckt. So sahen wir die Familie auch wieder einmal, vor allen Dingen die Kinder. Später kam auch noch der Neffe mit Frau und seinen zwei Kindern zum Gratulieren. Es war so schön, dass wir alle zusammen saßen und uns nach längerer Zeit wieder einmal gesehen haben. Die Kinder von unserem Neffen waren ganz erstaunt, dass ihr Opa noch eine Schwester hat. Sie kennen nur unsere kleine Schwester. Am Abend besuchten wir noch einmal unseren Patienten. Er war ganz munter und erstaunt, dass mehrere Familienmitglieder bei ihm zu Besuch waren. Freitag Vormittag noch einmal eine Visite. Er schlief tief und fest, nichts gegessen und getrunken, aber Tropf. Seine Gesichtsfarbe sah richtig rosig aus. Als er wach wurde, freute er sich, uns zu sehen, erzählte irgendetwas (verstanden wir leider nicht) und drückte ganz fest meine Hand. In der Mittagszeit machten wir uns wieder auf den Heimweg. Auf der Autobahn war die Hölle los, viele Baustellen, viele Autos, viele LKW’s. Zum Glück haben wir den Feierabendverkehr um Köln und dann um Frankfurt nicht erlebt. Trotzdem mal kurz im Stau und ganz viel Regen. Nun müssen wir einfach abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Mein Vater ist 89 Jahre alt und sehr dement. Evtl. bekommt er noch einmal die Kurve. Wir sind realistisch. Selbst, wenn es seine letzten Tage sind. Er hatte ein gutes und gesundes Leben. Auch jetzt ist er nicht krank oder hat Beschwerden. Vielleicht kann er in Ruhe einschlafen. Das wünschen wir ihm.

An dieser Stelle möchte ich mal sagen, dass ich meinen Geschwistern sehr dankbar bin, dass sie sich sehr um unseren Vater kümmern. Mein Bruder schaut so gut wie täglich bei ihm rein und meine Schwester nimmt sich am Wochenende oder während ihres Homeoffice die Zeit und besucht ihn. Auch an den Tagen, als wir dort waren, hatte sie sich frei genommen und wir konnten uns sehen, erzählen und kleine Spaziergänge machen. Mittwoch abends lud sie uns zum Chinesen ein.

Die Radler haben ihr Ziel erreicht

Gestern Mittag um 14.15 h erhielten wir die Nachricht vom Straßburger Bahnhof, dass sie wieder gut zu Hause angekommen sind. Tobias war wohl total fertig. Sie müssen diese 145,5 km von Speyer bis Straßburg in einem Affentempo gefahren sein. Christoph meinte, sie führen immer 23-26/kmh. Wir sind froh, dass es trotz einer Reifenpanne so gut funktioniert hat. Tolle Leistung.

Wasser tot

Ich hatte ja schon berichtet, dass wir in diesem Jahr sehr viele Probleme mit unserem Pool haben, jetzt kann ich sagen hatten. Bei jeden Wetterwechsel/Gewitter wurde es grün. Es gab Flockungen, die wir noch nie hatten. Man kann es sich nicht vorstellen, so richtige weiße Flocken, die durch das Wasser tanzen. Bei jeder Gelegenheit habe ich im WWW gesurft und Ratschläge eingeholt, da wir das in den 25 Jahren in diesem Ausmaß nicht kannten. Zum Glück funktionierte es, als unsere Familie hier zu Besuch war. Da lief die Umwälzung so gut wie immer, mit einer guten Chlortablette, Algenschutz und Vitamin C. Alles so dosiert, dass es niemand schadet. Am vergangenen Sonntag gab es in der Nacht ein Gewitter und es färbte sich wieder grün. Allerdings halfen diesmal unsere Wundermittel nicht. Es wurde von Tag zu Tag grüner. Unsere Radler waren natürlich sehr enttäuscht, dass sie ihre müden Knochen nicht ins Wasser legen konnten. Gestern Nachmittag habe ich sogar die Pumpe entleert, den Sandfilter auseinandergenommen und geschaut, ob es vielleicht am Filtern liegt. Aber es war nichts festzustellen. Gegen Abend hatte ich dann die Faxen dicke. Nachdem das Vitamin C auch nicht half, bin ich schnell zum Baumarkt gefahren und habe eine Dose Chlor für eine Schnell-Chlorierung gekauft. Der nette Verkäufer gab mir noch seine Erfahrungen mit auf den Weg (kannte ich auch alle) und meinte, damit klappt es bestimmt – sie werden sehen. Gesagt getan. Wir lösten 30 kleine Chlortabletten in ca. 25 ltr. Wasser auf und verteilen diese am Rand entlang, in der Hoffnung heute Morgen ein Ergebnis zu sehen. Aber was soll ich sagen, das Wasser bzw. die Wände und der Boden total grün, schon fast brackig. Ich hatte in den Foren schon gelesen, das es passieren kann, dass das Poolwasser ausgetauscht werden muss, wenn es so grün, man sagt auch tot ist. Ein Telefonat mit einer Schwimmbadfirma bestätigte mir meine Vermutung. Nachdem ich der Dame unsere ganzen Bemühungen geschildert habe, meinte sie „ich habe eine schlechte Nachricht für sie. Da hilft nur ablassen und neu befüllen. Das Wasser ist tot, es nimmt keine Chemikalien geschweige denn irgendwelche harmlosen Mittel mehr an. Messen sie mal den Chlorgehalt, denn sie haben ja gestern Abend eine große Portion rein getan. Es tut mir leid, aber es ist leider so. Eine andere Möglichkeit bzw. Lösung gibt es nicht.“ Der Große machte eine Rückspülung, es kam ganz wenig Grünes raus und das Messen ergab 0 % Prozent Chlorgehalt im Wasser. Man kann es kaum glauben. Der Große wollte nicht so richtig aufgeben. Aber da hat er nicht mit mir gerechnet. Ablassen und neu befüllen kam für mich nicht infrage. Wer weiß, wie das Wetter in den nächsten Tagen ausschaut. Außerdem haben wir uns entschlossen, im nächsten Jahr den Pool mit einer neuen Folie auslegen zu lassen, da muss das Wasser sowieso abgelassen werden. Somit kam unser Helferlein heute Nachmittag, um uns beim Zudecken zu helfen. Leiter raus, Sommerplane aufrollen und zum Trocknen aufstellen, Halterungen ab und Winterplane drauf. Mit Steinen beschweren und gut iss. Nun kann das Wasser vor sich hinschmoren bis zum nächsten Frühjahr. Es ist sehr schade, normalerweise bleibt es bis Ende August/ Anfang Sept. offen. Aber für ca. 2-3 Wochen einen solchen Aufwand zu betreiben, dazu hatte ich keinen Nerv und 33 Kubikmeter Wasser sind auch kein Pappenstiel. Die kosten schon etwas. Unser Brunnenwasser können wir zum Befüllen nicht nehmen, da es sehr eisenhaltig ist. Werde mich mal bei den Stadtwerken erkundigen, wie teuer es ist, wenn man das Becken im nächsten Jahr über den Hydranten befüllt. Da dürften eigentlich keine Kanalgebühren anfallen.

„Pension“ Gaby geschlossen

zwecks Erholung im eigenen Garten. Heute Morgen sind die Jungs früh aufgestanden, haben noch einmal gut gefrühstückt und ihre Räder klar gemacht. Sie haben noch ein ganz kleines Mittagessen mitgenommen (Brot und Würstchen), damit sie nicht einkaufen mussten. Um 08.30 h sind sie Richtung Speyer losgefahren. Dort werden sie wieder auf dem Campingplatz übernachten und morgen die zweite Etappe Richtung Colmar fahren. Sie waren hoch motiviert, es hat ihnen gut gefallen bei uns. Wir konnten einen kleinen Trip durch Wiesbaden und Mainz machen. Gestern Mittag beim Mongolen haben sie sich so richtig satt gegessen. Abendessen fiel gestern aus. Dafür gab es ein paar Spielchen Rummykub. Das haben wir Tobias einen Tag vorher beigebracht. Er hat gleich ganz clever mitgespielt. Es hat soviel Spaß gemacht. Nun sind wir wieder allein zu Haus. Mein Bruder versucht ja schon seit Jahren einmal zu uns zu kommen. Vielleicht schafft er es ja in diesem Jahr noch. Nun ist erstmal ein wenig Erholung und Arbeit im Garten angesagt. Der hat 4 Wochen sehr gelitten.

….soeben erhalten wir die Nachricht, dass sie gut in Speyer angekommen sind. Ein Bierchen steht bereits vor Ihnen. Haben sie sich verdient. Der Große hat noch ein bisschen Taschengeld spendiert, so dass sie sich einen Döner leisten können.

bty

burst

Der Popo tut weh

Gestern Abend sind die zwei Jungs gegen 18.00 h bei uns angekommen. Sie sind am 01.08. per Fahrrad ab Straßburg/Frankreich losgefahren, haben in Speyer auf dem Campingplatz in einem kleinen Zelt ohne Isomatte oder Schlafsack übernachtet und am zweiten Tag die Endetappe bis zu uns geschafft. Bei einer kleinen Zwischenstation in Mainz hatten sie sich ein Bier gegönnt und den Platz vor dem Dom genossen. Wie sie erzählten, fiel das Aufsteigen auf den Sattel sehr schwer, auch die Beine waren müde. Aber die Fahrt von Mainz zu uns ist recht angenehm und immer am Fluss entlang, d.h. erst am Rhein und ab Mz.-Kostheim am Main entlang. Das fanden sie auch sehr schön. Auf jeden Fall waren sie fröhlich und stolz, dass sie es geschafft hatten. Zuhause gab es wohl Stimmen, die ihnen das nicht zutrauten. Wir haben uns sehr gefreut und waren/sind sehr stolz auf die zwei. Für so eine Fahrt haben sie sich uns als Ziel ausgesucht. Man hat den Eindruck, sie fühlen sich wohl. Nach einer erholsamen Dusche gab es erst einmal etwas zu essen. Ich habe ganz schnell 2 große Portionen Tortellini mit einer super leckeren Sahnesoße zubereitet. Dazu gab es einen grünen Salat (auf Wunsch der beiden ohne Dressing). Was haben sie „reingehauen“. Alles alle. Wir haben uns mit einem Wurst- und Käsebrot begnügt. Der Große war so besorgt, dass sie auch ja satt sind. Er bot alles an, was der Kühlschrank noch hergab. Aber sie sind sehr bescheiden und zurückhaltend und ganz lieb. So haben wir dann einen netten Abend mit guter Unterhaltung auf der Terrasse genossen. Um 21.30 h konnten sie kaum noch die Augen offen halten. Wie sie heute morgen berichteten, haben sie supergut geschlafen.

jungrentnerin

ist nun mit dem Großen allein zu Haus. Heute Morgen musste ich die Kinder um 7.30 h wecken. Sie wollten gar nicht aufstehen. Die große meinte „wenn ich aufstehe, muss ich mitfahren“, die kleine sagte „Oma komm kuscheln, sonst kann ich nicht aufstehen“. So hüpfte ich von Bett zu Bett, redete ihnen gut zu, obwohl ich ja auch traurig war und meine Tränen zurückhalten musste. Der Große ist gar nicht erst in das Schlafgemach der Kinder gekommen, er hat so ein weiches Herz, der wäre gleich zerflossen. Aber wat mut, dat mut. Ich begleitete die Mademoiselles ins Bad und wieder zurück zum Anziehen. Sie aßen mit Müh und Not ein Marmeladenbrot und guckten uns ständig mit traurigen Augen an. Kurz vor 9.00 h war es dann soweit. Die Tochter rief zum Aufbruch. Der Kater bekam seine Reisetablette, versteckt in einer Scheibe Salami und jeder trug noch eine Tasche, oder Rucksack bzw. Stofftiere zum Auto. Vollgepackt bis oben hin. Jeder noch einen dicken Drücker und dann aber schnell los, bevor es zur Überschwemmung kam.Wir sind ganz tapfer zum Haus gegangen und es kam uns eine gähnende Leere entgegen. Vor der Endreinigung der „Ferienwohnung“ gab es noch einen Kaffee, eine Scheibe Brot und unsere geliebte Tageszeitung, die wir in den vergangenen Wochen nur im Stehen und kurz gelesen haben. Danach legte ich los mit dem Waschen der Handtücher, Bettwäsche usw., Putzen der Wohnung und des Kellers (dort stand das Katzenklo). Aufräumen des Hobbyraums (dort haben die Kinder mit der Küche und den Barbies gespielt). Gegen Mittag wärmte der Große einen Eintopf. Wie gut, dass man immer eine Mahlzeit eingefroren hat. Danach konnte ich schon wieder die Betten beziehen, denn in ein paar Tagen kommt der nächste Besuch. Der große Sohn des Schwiegersohnes kommt mit seinem Cousin aus dem Elsass mit dem Fahrrad zu uns. Wir sind gespannt, wie die zwei hier ankommen. Nun machen wir uns ein Fläschchen Wein auf und genießen die Ruhe in unserem trauten Heim.

Unser heutiges Abendessen

Heute Nachmittag saßen wir alle ganz entspannt auf der Terrasse und spielten eine Runde Rummykub. Es macht so einen Spaß, das die Kinder es in ein paar Tagen auch schon gelernt haben. Sie sind knapp 5 und 7 Jahre alt, aber haben den totalen Überblick. Es macht uns allen viel Freude. Auf einmal meint die Tochter „ich habe noch gar keine Currywurst gegessen“. Der Schwiegersohn schaut sie an und man sieht ihm an, was er denkt. Wir essen sie auch unheimlich gern, kommen ja schließlich aus dem Pott. Gesagt getan. Wir lassen alles stehen und liegen und fahren los. Es gibt einen sehr guten Imbissstand in unserem Einkaufscenter mit Namen „Boxenstopp“. Wir bekommen 4 frische Bratwürstchen auf den Grill gelegt. (Manchmal haben diese Stände ja schon welche über Stunden da liegen). Die Tochter und ich flitzen noch mal schnell zu Ernstings family und finden für die Große 2 Outfits für den Herbst. Ganz schnell zurück zum Imbiss. Das Essen ist fertig. Geschnappt, ab zum Auto und nach Hause. Auf einmal entwickelt sich ein Getöse, eine gigantische Geräuschkulisse in unserer Küche. Die Kinder freuen sich über die Pommes und wollen ganz schnell Ketchup. Erst als alle den Mund voll haben, entspannt sich die Lage. Ruuuuuhe und genießen. Und dann müssen alle helfen. Schwiegersohn duscht die Kinder, Tochter räumt die Spülmaschine aus, Opa bringt die Abfälle raus (er ist unser Umweltbeauftragter), Oma friert Brötchen ein. Der Salat muss noch gewaschen werden sowie die gepflückten Bohnen geschnibbelt. Da kommt die große Enkeltochter und hilft. Sie ist so stolz und verzichtet sogar auf ihr Sandmännchen. Wir schaffen es sogar vor 20.00 h fertig zu sein. Das hätte ich nie gedacht. So können wir noch ein paar Runden Rummykub spielen und uns über den Abend amüsieren. Wir waren natürlich die zwei Boxenluder. 😉