Vor 40 Jahren

…da waren wir sehr aufgeregt. Es war der Fastnacht-Freitag. Der Große hatte Geburtstag und wir hatten am 03.02.1978 um 11.00 Uhr einen Termin auf dem Standesamt. Als meine Eltern morgens anreisten, wunderten sie sich, dass in der gesamten Stadt Fahnen aufgehängt waren. Die Straßen geschmückt und sauber. Wir erzählten ihnen dann, dass  für städtische Angestellte, die heiraten,  immer so ein Aufwand betrieben würde. Das hat sie sehr gefreut. Nach der Trauung lösten wir jedoch dieses Rätsel auf. Die Straßen waren für den Fastnachtsumzug am Sonntag so hergerichtet.

Es war so eine schöne Trauung mit all meinen damaligen Arbeitskollegen, den Standesbeamten durfte ich mir aussuchen. Ich mochte diesen Kollegen sehr und er machte es sehr persönlich und ein wenig fröhlich. Abends feierten wir in großem Kreis mit Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen unsere Hochzeit.

bty

Hier standen wir am 04.02.1978 vor dem Altar. Es war eine ökumenische Trauung, die erste damals in unserem Ort. Links neben mir mein Papa, der an diesem Tag seinen 50. Geburtstag feierte. Er wäre nun 90 Jahre alt geworden. Am Sonntag werden wir eine dicke Kerze für ihn anzünden.

bmd

Wenn wir uns diese 40 Jahre vor Augen halten, wundern wir uns, wo die Zeit geblieben ist und wenn man die Jahre durchgeht, stellt man fest, dass man so Vieles miteinander erlebt hat. Es gab so vieles Schönes und Trauriges, wir haben wunderschöne Reisen gemacht, über die wir heute noch reden. Wir haben nach 9 Jahren Ehe eine wunderbare Tochter bekommen, die uns heute mit ihrem Ehemann und den zwei Mädchen sehr glücklich macht. Wir haben ganz tolle Freunde, mit denen wir schon ewig zusammen sind. Mit  allen haben wir deren Hochzeiten gefeiert und die Kinder groß werden sehen.

Wir sind zu dem Schluss gekommen, wir würden, wenn auch nicht alles, wieder so machen. Wir sind zufrieden, so wie es war und ist. Seit fünf Jahren genießen wir unsere gemeinsame Rentnerzeit und das ist sehr schöööön.

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Man kann nicht früh genug anfangen

mit dem Zusammentragen der Adventskalender für die Mädels.

„Oma, machst du uns im nächsten Jahr auch wieder so einen schönen Adventskalender?“ war die Frage beider Mädchen während ihres Besuchs.

„Hat euch der gefallen, oder was hat euch besonders gefallen?“

„Es war alles so schön, aber die große Tüte Gummibärchen war ganz toll. Da konnte Mama nämlich nicht sagen, dass es nur soviele gibt, wie in die Hand passen. Diese Tüte war für uns (für jede) ganz allein. Du hast immer gute Ideen, Oma. Dir werden bestimmt wieder schöne Dinge einfallen.“   Das Fazit beider Mädels.

Heute war ich wieder einmal kurz in der Opelstadt etwas erledigen. Da fiel mir in einem Laden etwas auf, was ich schon einmal kaufen könnte. Ruck zuck hatte ich ein paar Dinge gefunden. Letzte Tage war ich schon einmal auf Schnäppchensuche. Und schon hat mich das Fieber wieder gepackt. Es macht Spaß und ich denke, solange ich es kann und die Mädchen es möchten, werden wir das beibehalten. Und bis zum Sommer, wo sie evtl. wieder zu Besuch kommen, möchte ich 48 kleine Dinge zusammen getragen haben, denn dann kann die Tochter sie wieder mitnehmen und wir haben das viele Porto gespart.

Alle Spuren beseitigt

.. aber ganz viele Erinnerungen an die gemeinsamen Tage.

Vergangenen Freitag machte sich die Familie wieder auf den Weg nach Frankreich. Der Kater jaulte in seiner Box (ob er auch nicht nach Hause wollte?), alle traurig, weil diese paar Tage so schnell herum gegangen sind, aber dennoch glücklich, dass wir zusammen sein konnten. Um 09.10 h starteten sie mit vollbepacktem Auto und um 21.00 h kamen sie gut am Ziel an. Wenn auch nun bereits alle Spuren beseitigt sind und alles wieder an seinem Platz steht, haben wir wunderschöne Erinnerungen, von denen wir nun ein paar Wochen zehren können. Diese sind: Bescherung am wunderschönen Weihnachtsbaum, schöne kleine Geschenke, die Mädels im Päckchenrausch, harmonisches Beisammensitzen am Ofen (die Aufgabe übernahm der Schwiegersohn), leckere Mahlzeiten, Mittagsruhe auf dem Dachboden (unser Wohnzimmer), wir nicken ein wenig ein und die Mädels dürfen fernsehen. Die Eltern ruhen im Erdgeschoss. Kaffeetrinken mit spielen verbinden. Für die Kleine gab es ein neues Spiel zu Weihnachten. Es heißt Fuchsalarm. Es musste einmal am Tag mindestens gespielt werden und es war ein lustiges Spektakel. Rummycup und Kniffeln (Würfeln) standen natürlich auf dem Programm. Kniffeln kannten sie nicht und das wurde dann ausgiebig gespielt und gelernt. Das neugeborene Baby der Patentante wurde besucht.  „Oma, der ist so klein und soooo süß“, war der Kommentar meiner „großen“ Mädels. Spazierengehen konnten wir während der gesamten Zeit nur zweimal. An einem Spätnachmittag machte sich ein Teil der Familie auf den Weg und schaute sich die beleuchteten Häuser im Ort an und der andere Spaziergang führte in den Wald. Die Kleine wollte zu den Wildschweinen. Man da war ja die Hölle los im Wald. Für die Wildschweine gab es das reinste Weihnachtsmenue. Fast jeder hatte eine Türe mit irgendwelchen Essensresten dabei. Das Areal der Tiere ist zur Zeit so nass und morastig. Für sie wahrscheinlich ein Paradies. Aber beim Kampf um die besten Stücke spritze jedesmal der Morast auf die Besucher. Wir schauten diesem Spektakel nur zu. Dann noch einmal Waldspielplatz, an den konnten sie sich noch erinnern. Im Sommer waren wir auch hier. Es war nicht so nass, wie wir dachten. Aber auch hier viele Besucher. Da sah man auch gleich, dass viele Papas Urlaub hatten und diese Zeit mit ihren Kids nutzten. Ansonsten haben wir es uns gemütlich gemacht, viel erzählt, ganz viel gelacht. Jetzt denken wir oft an die schönen Tage, die gemeinsamen Mahlzeiten, das Musizieren und Singen. Heute sind sie schon eine Woche wieder zu Hause. Die Kinder gehen in die Schule und der Alltag hat alle eingeholt. Auch hier läuft der normale Betrieb wieder an, mit Turnstunde, Physiotherapie für den Großen, Zahnarzt (am 5.1. musste ein Zahn extrahiert werden). Nun hat er noch ein paar weitere Besuche dort in Aussicht.

PS: da fällt mir noch ein, dass das von mir erstellte Fotobuch über die Sommerferien sehr gut bei den Kindern angekommen ist. Sie haben es sich immer wieder angeschaut und waren total begeistert. Da freut man sich und die aufgewendeten Stunden der Auswahl und des Hochladens sind somit vergessen. Es ist eine schöne Erinnerung und sie werden sich an diesem Buch noch viele Jahre erfreuen.

Es ist so schön

alle hier bei uns zu haben. Bei diesem beschi…… n Wetter machen wir es uns hier so richtig gemütlich. Gutes Essen, der Ofen brennt und verleiht eine schöne Wärme, viele Spiele mit den Kindern, Gespräche und einfach nur Spaß haben. Als Oma bin ich natürlich im Moment sehr gefragt. Hilfe beim Anziehen, Kämmen, Zöpfe richten, Hustensaft verabreichen, nachts Hustenbonbons suchen, kuscheln bis die Maus wieder eingeschlafen ist, ein Wannenbad mit zwei weiteren Insassen, malen, Bilder bewundern, in der Kinderküche ein Mittagessen einnehmen und den Kaffee genießen. Abends das Duschbad erledigen und das ins Handtuch eingewickelte Kind auf dem Schoß wiegen und ein wenig Baby spielen. Aber auch ganz viele Drückis erhalten und Küsschen bekommen. Einfach nur schöööön, dass sie da sind. Jeder hustet oder schnupft ein wenig anders, aber es wird Medizin herausgesucht, Hühnersuppe warm gemacht und Obstsalat mit ganz vielen Vitaminen geschnippelt. Auch der Kater fühlt sich hier wieder wie zu Hause. Er weiß genau, wen er anbetteln muss, um Leckerli zu bekommen. Er genießt das Sitzen auf der Fensterbank zum in die Welt schauen oder schlafen, denn unter der Fensterbank ist die Heizung an. Das ist sooo gemütlich.

Unterwegs

Heute Morgen schrieb die Tochter um 8.10 h, dass die Mädels ruckzuck angezogen waren (so schnell wie nie). Natürlich, es geht ja auch zu Oma und Opa. Ihr Mittagessen haben sie schon intus. Von dort kam auch die erste Nachricht. McD in Blois wurde angesteuert. Von dort sind es dann noch 694 km. Auf der Autobahn ist nicht viel los, obwohl heute schon ein ganz normaler Arbeitstag in France ist (außer im Elsass). Der Kater hat sich seinem Schicksal ergeben und aufgehört zu jammern, so verstehe ich zumindest die Nachricht. Er hasst Autofahren, aber er hat keine andere Wahl; entweder mitfahren oder 10 Tage aufs Haus aufpassen und einmal am Tag von Nicole Besuch bekommen. Wenn er hier aus seiner Box steigt, wird er sicher froh sein, dass er mitgekommen ist.

Es ist eine Herausforderung

So langsam beruhigen sich meine Gedanken und der Einkaufszettel lichtet sich. Heute war ich zum zweitenmal einen größeren Einkauf tätigen. Den Großen habe ich vorher abgesetzt. Der macht mit seinen Jungs ein Weihnachtsessen, das zwei der Tennisjungs im Vereinsheim zubereiten (Lammfrikadellen). So hatte ich das Auto und konnte in Ruhe meiner Wege gehen. Eigentlich bin ich wegen eines Kinderbuchs zu A..i Süd gegangen und hatte dann einen Wagen voller leckerer Sachen. Ich versuche, nicht nur für 2-3 Tage einzukaufen, sondern dass wir für die vorgesehene „kurze Zeit“ alles/oder fast alles im Haus haben. Wir wollen ja nicht die kostbare Zeit, die wir zusammen sein können mit einkaufen verplempern. Aber es ist schon eine logistische Herausforderung, für 2 oder 6 Personen einzukaufen und das für ca. 10 Tage. Der Inhalt der Gefriertruhe ist in einer Excel-Liste festgehalten, die bekommen sie dann täglich unter die Nase gehalten und können aussuchen, was es zu essen gibt. Sicher gibt es auch wieder ein „Essen auf Rädern“, ich denke nur an die Schlacht mit Currywurst und Pommes. So etwas Profanes wie Currywurst gibt es bei unseren franz. Nachbarn nämlich nicht zu essen, aber wir lieben sie alle. Das liegt sicher an unseren Ruhrgebietswurzeln.

Schon fast auf der Zielgeraden

Alle Geschenke besorgt und bereits eingepackt. Das Fotobuch für die Mädels ist so schön geworden. Jetzt wird es noch mit einem Tagebuch versehen, damit sie in ein paar Jahren noch einmal lesen können, was wir denn alles so angestellt haben. Den großen Einkauf habe ich bereits erledigt. Nächste Woche nur noch ein paar kleine Sachen und ganz viel Obst für meine Mäuse. Morgen werden die Betten bezogen und dann zählen wir die Tage bis zum 26.12.2017. Oh ganz vergessen, die Rehkeule wurde auch bereits zubereitet und liegt nun bis zum Verzehr in der Kühltruhe.Sieben Sorten Plätzchen warten auf den Verzehr. Ich hoffe mal, ich habe an alles gedacht und es ist für jeden etwas dabei. Zum Wochenende werden wir noch den Weihnachtsbaum besorgen. Da wir ja die letzten 7 Jahre immer Weihnachten in Frankreich verbracht haben, ist es für uns auch wieder neu, einen Baum aufzustellen. Ich hatte noch die Tochter gefragt: „Soll ich Kugeln oder meine Holzfiguren aufhängen?“ Da kam die Antwort: „Die Kinder würden sagen beides“. Ich werde ihn präsentieren, wenn er an Ort und Stelle steht.

Heute habe ich die ersten Plätzchen an meine Putzfee verschenkt. Die hat sich so gefreut. Sie meinte beim Rausgehen „die muss ich im Auto liegen lassen, sonst fallen meine drei Mädels darüber her“.

Endlich fertig

Endlich habe ich es geschafft. Ich habe ein Fotobuch mit 64 Seiten für meine Enkelkinder erstellt. Gar nicht so einfach, aus den vielen Fotos, die im Sommer geschossen wurden, die richtigen, schönsten, aussagekräftigsten herauszusuchen. Aber irgendwann musste ich es jetzt abschließen, denn es soll eins der Weihnachtsgeschenke werden.
Im vergangenen Jahr hatte ich ja Bilder abziehen lassen, zwei Fotoalben gekauft und für jedes Mädchen ein Album erstellt. War auch ganz schön aufwändig.
Mit so einer Software vom Anbieter hat man tausende von Möglichkeiten so ein Buch zu erstellen. Ich bin fast durchgedreht. Aber nun ist es hochgeladen und bestellt. Am 6. oder 7.12. kann ich es im Drogeriehandel Ross..nn abholen. Ich lasse mich überraschen. Der Große sollte noch einmal drüberschauen und meinte dann aber, du wirst das schon gut gemacht haben. Wir werden sehen. Es ist ja das erstemal, dass ich mich daran gewagt habe. Das Schöne ist, dass man immer wieder alles speichern kann und Tage später weitermacht.
Ich freue mich auf ihre Gesichter. Sicher haben sie Spaß damit. Hoffentlich auch später noch, wenn sie es sich im Erwachsenenalter ansehen.

Mama weisst du noch

…als Oma uns immer einen Adventskalender gemacht hat? Das war schön.“ Das meinte unsere kleine Enkeltochter letzte Tage. Wenn die wüsste, dass Oma die Adventskalender für beide Mädchen schon im Sommer ihrer Mama mitgegeben hat. Ja, ihr lest richtig. Ich fange ja schon immer gleich im neuen Jahr an, Kleinigkeiten für die Kalender zu sammeln. 2 x 24 kleine Überraschungen, gar nicht so einfach, es soll ja auch nicht jedes Jahr dasselbe sein. Als die Familie im Sommer bei uns Urlaub machte, schauten die Tochter und ich einmal in die Schatzkiste und stellten fest, dass bereits 48 kleine Überraschungen darin enthalten waren. Also wurden die Beutelchen zusammengestellt für Groß und Klein, in einen Karton verpackt und für die Abreise bereitgestellt. Man was war ich froh, dass ich das nun aus den Füßen hatte (so sagt man hier).

Die zwei werden sich hoffentlich freuen, wenn es am 1. Dezember losgeht.

Freudentränen

Gestern Morgen rief unsere Tochter an, fragte nach dem Befinden und was so läuft. Ich wollte natürlich erst einmal wissen, wie es meiner Mausi geht, denn die hatte sich am Abend vorher mehrmals übergeben und konnte auch nicht in die Schule. Nachdem dies alles geklärt war, meinte sie „Mama, ist an Weihnachten eigentlich eure Ferienwohnung frei?“ Ich überlegte und nach einigem Zögern kam dann „natürlich, immer, jederzeit“.

„Ja, weist du, wir können uns alle kein Weihnachten ohne Mama und Papa bzw. Oma und Opa vorstellen und haben beschlossen hier am 26.12. loszufahren, um mit Euch zusammen zu sein“. Ich musste einmal kurz durchatmen, war dann aber wieder gefasst und freute mich riesig. „Ist Papa denn auch da?“ Ja, das war er. Sie stellte die selbe Frage noch einmal. Der Große stutzte und konnte vor lauter Tränen gar nicht antworten, nur ein Kopfnicken brachte er zustande. Dann weinten wir erst einmal alle drei ein paar Freudentränen und besprachen ein paar Einzelheiten. Sie meinte noch, eigentlich wollten wir euch ja überraschen und einfach vor der Tür stehen, aber mit 4 Personen ist das ja nicht so einfach. Es müssen ja die Betten gerichtet werden und der Einkauf sieht gegenüber 6 Personen zu 2 Personen auch ein wenig anders aus. Wir freuen uns riesig. Wir sind dann zu unserem Lieblingseinkaufsmarkt gefahren, aber unterwegs ratterten die Gehirnzellen. Was brauchen wir alles, was müssen wir besorgen, was essen die vier gern. Da haben wir jetzt zu tun, aber das macht gar keine Mühe. Das gibt dem Großen mit Sicherheit auch Auftrieb.

Auf jeden Fall werden wir in diesem Jahr wieder einen schönen Weihnachtsbaum aufstellen. Da werden sich die Kinder freuen. Seit Jahren haben wir keinen mehr im Haus, da wir ja für gewöhnlich Weihnachten in Frankreich verbringen.

Ein weiterer Grund des Besuchs ist noch das Baby der Schulfreundin, Trauzeugin und Patin von Goldlocke, das im Dezember geboren wird. Das wollen die Vier natürlich auch begrüßen und nicht erst, wenn es schon 6 Monate als ist.

Wir sind voller Vorfreude.