So schnell vergeht die Zeit

Nun ist es schon drei Wochen her, dass wir wieder „allein zu Haus sind“. Es ist ruhig, geordnet, ein wenig strukturiert. Aber auch mit Terminen gepflastert. Immer noch in der Pipeline die Zähne, die Berieselungsanlage und das Bad. Alles wird noch im Herbst fertiggestellt, so hoffen wir. Es war eine schöne, sonnige und lebhafte Zeit mit der Familie. Wir hatten so tolles Wetter, so dass wir nur für den Spielplatz, den Wald oder zum einkaufen das Grundstück verlassen haben. Das fanden auch die Kinder gar nicht schlimm. Ausflüge, die auf dem Programm standen wurden auf den nächsten Besuch verschoben. An erster Stelle stand natürlich das tägliche Bad im Pool, der Besuch der erwachsenen Tochter vom Schwiegersohn. (Überraschung für diesen), der Besuch der Freundin und Patentante mit 7 Monate altem Baby. Also immer etwas los und Full House. An manchen Tagen haben wir uns auch ein wenig zurückgezogen (zum Glück ist das Haus groß genug) um einfach mal ein wenig Ruhe zu haben. Es ist schon erstaunlich, was allein an Essen so über den Tisch geht. Schon ein Unterschied, ob zwei oder 6-8 Personen am Tisch sitzen. Unser Trip nach Frankfurt am Main war ein Höhepunkt. Wir sind mit der S-Bahn bis zum Hauptbahnhof gefahren. Es ist ein riesiger Bahnhof mit 24 Gleisen und unterirdisch U- und S-Bahn. Von dort mit der Straßenbahn zur Haltestelle Hauptwache und dann zu Fuß zum Römer. Hier den schönen Platz mit Rathaus und Altstadt genossen. Die „neue“ Altstadt ist auch sehr gelungen. Dort wurden verschiedene Fachwerkhäuser im alten Stil aufgebaut. Die Wohnungen und Geschäfte waren noch nicht bezugsfertig. Da müssen wir unbedingt im nächsten Jahr noch einmal hin.  Auf dem Weg zum Architekturmuseum haben wir erstmal Rast in einem Restaurant gemacht. Einer hat ja immer Hunger. Nebenan noch ein wenig in den Souvenierläden geschnüffelt, den Mädchen je ein „Frankfurt“ T-Shirt gekauft und dann über den Eisernen Steg zum Museumsufer. Da an diesem Wochenende auch Museumsuferfest war, war viel los in der Stadt, jedoch alles ruhig und gesittet. Man wurde nicht geschoben und konnte überall schön schauen. Die Kinder kannten so eine Großstadt mit Hochhäusern und so vielen Menschen nicht. Sie waren sehr beeindruckt. Die Märklin Ausstellung hatte ich mir größer vorgestellt. Der Schwiegersohn war froh, dass wir dort Halt gemacht haben. Im Museumscafe gab es noch einen Kaffee und für die Kids ein Stück Schokoladenkuchen. Alsdann traten wir den Heimweg an. Der Große freute sich, als wir zu Hause ankamen und wieder Leben in die Bude einzog. Dann erst einmal alle zum schwimmen. Die Familie ist wieder gut an der Atlantikküste angekommen, der Kater hat auch alles gut überstanden und unsere 6-jährige ist mittlerweile 3 Wochen in der Schule und hat „noch“ viel Spaß.

Das Thema „Zähne“ haben wir hoffentlich in der nächsten Woche ausgestanden, dann wird die untere Prothese mit den Implantaten verbunden. Bitte Daumen drücken, dass alles passt und er bald wieder ein Stück Fleisch kauen kann. 🙂

Morgen haben wir um 8.15 h einen Termin beim Kardiologen. Diese Uhrzeit ist ja schon Körperverletzung. Aber was will man machen. Diese Termine muss man nehmen, wie sie angeboten werden. Und einmal im Jahr muss ja sein. Im November sind es 10 Jahre her, dass der Große nach einem Herzinfarkt eine Stent- und Bypassoperation überstanden hat.

Heute genießen wir mal den ruhigen Sonntag. Es ist trüb, es hat heute Nacht sehr viel geregnet und es ist sehr kühl draußen. Vielleicht werden wir den Kleiderschrank ein wenig der kommenden Wetterlage anpassen.

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Heute wurde

…wieder fleissig am Schwimmstil gefeilt. Sie ist geschwommen bis zum umfallen. Immer noch kein Regen, keine Abkühlung. Aber wir sind so froh und denken jeden Tag daran, wie schön es doch ist, dass wir das Schwimmbad haben.

Gestern am späten Nachmittag habe ich mit der Tochter ein paar tote Pflanzen aus dem Vorgarten gegraben, die diesen Sommer nicht überlebt haben. Gemacht haben wir das bei der Hitze nur, weil unsere Biotonne nicht gefüllt war – nur so ein paar Obstreste und Biomüll aus dem Haushalt. Hilfst du mir, dann habe ich im Herbst nicht soviel zu tun und nun bekommen wir die Tonne ganz schnell voll. Gesagt, getan. Wir haben geschuftet und geschwitzt, wie die Bullen (warum sagt man das eigentlich so, ich weiß gar nicht wie Bullen schwitzen). Danach gab es nur eins, Badeanzug an und rein in die Fluten. Man was tat das gut.

Dabei meinte ich, weißt du, allein das die Große nun schwimmen kann, war die Reparatur schon wert. Da lachte die Tochter und erwiderte, boah Mama, dann warte mal auf die Rechnung. Die ist schon da und die habe ich gerade angewiesen. Hat mich nicht so sehr aufgeregt. Wir wussten ja, was auf uns zukommt.

Ich bin so stolz

auf meine 8jährige Enkelin. Sie hat im vergangenen Jahr in der Schule einmal wöchentlich Schwimmunerricht erhalten, war aber immer sehr vorsichtig im Wasser, wie sie mir erzählt hat.In diesem Jahr gab es keinen Unterricht mehr.  Hier bei uns tobte sie mit Flügeln und Nudel oder anderem Equipment durch die „Fluten“. Gestern sah sich sie nur mit Schwimmflügeln im Wasser. Gestern Abend nur ein Flügel. Als ich heute Mittag nach dem Schläfchen in den Garten kam traute ich meinen Augen nicht. Sie schwamm ohne Schwimmflügel ihrer Mama entgegen. Ich war so glücklich und stolz auf meine „Mausi“ und musste gleich ins Wasser und sie drücken und abknuddeln. Sie hat es auch sehr genossen, dass sie heute die Sensation im Wasser war. Sie konnte gar nicht mehr aufhören ihre Runden zu drehen, mit Opa, Mama und Oma – wie toll.

Ich muss dazu sagen, dass ich erst mit 40 Jahren schwimmen gelernt habe und mit einer Portion Angst im Gepäck. Unsere Tochter war knapp 6 Jahre alt und wir lernten beide in der gleichen Schwimmschule. Ich wollte unbedingt, dass sie schwimmen kann, wenn das Schwimmbad fertig ist (das war im Mai 1992). Wir haben es beide gelernt. Sie natürlich viel besser als ich. Aber ich bin froh, dass ich so schwimmen kann, wie es ist. Mein Seepferdchen habe ich damals aus Spaß in einem wöchentlichen Schwimmkurs im Winter gemacht, damit ich es nicht bis zum nächsten Sommer verlerne oder sich die Angst wieder aufbaut. Wir waren so eine schöne Gruppe damals. Es gibt immer noch Personen, die ich regelmäßig sehe und wir freuen uns jedesmal, wenn wir uns sehen.

 

Schöne Zeit

Wir hatten wieder eine schöne und sehr intensive Zeit an der Atlantikküste mit unserer Familie. Wenn die Kinder in der Schule waren, nutzten wir diese für ein wenig Gartenarbeit, Grünschnitt zur Dechetterie fahren, schnell noch was einkaufen, erzählen, Kaffee trinken oder einfach nur Ruhe genießen. Denn wenn die zwei Mädels um 12.00 Uhr ins Haus gefallen kamen, war es mit der Ruhe vorbei. Begrüßung mit Küsschen und Drückerchen für Oma und Opa, hallo Mama, hallo Papa und dann an den Esstisch. Nach der Mittagspause bin ich ein paarmal mit den beiden zur Schule gelaufen. Was haben sie erzählt, gelacht und immer wieder gesagt, wie schön es ist, dass wir da sind. An zwei Tagen haben sie auch am Nachmittag nach der Schule noch Programm. Musikschule (Noten lernen, Chor, Klarinettenunterricht und Früherziehung die Kleine). Leichtathletik auf dem Sportplatz. Da bin ich auch einmal hingelaufen, um der Großen zuzusehen. Was hat sie sich gefreut, als Oma plötzlich um die Ecke geschaut hat. Wie immer durfte nur ich die beiden jeden Abend duschen, Nägel schneiden, Haare waschen und einmal auch wieder mit in die Wanne steigen. Langsam wird es für 3 Damen ganz schön eng. Aber so lange sie es noch möchten, dass Oma mit drin sitzt, veranstalten wir diesen Badespaß. Einmal im Ferienhaus schlafen, und zwar gleich am ersten Wochenende war auch Programm, mit kuscheln in den Großelternbetten und gemeinsames Frühstück. Was genießen die zwei diese Momente, als wären sie in Urlaub und nicht wir. Einen Morgen klopft es an unserer Haustür und die Tochter steht mit Motti vor der Tür. „Oh, keine Schule?“ „Oma, ich möchte bei euch bleiben, ich habe keine Lust auf Schule“. „Kein Problem, dann bleibst du hier.“ „Mama du kannst gehen, tschüss. Zum Mittagessen sind wir zu Hause“. Da wusste die Mama bescheid und verabschiedete sich wie ein „begossener Pudel“. So bespaßten wir das Kind an diesem Vormittag. Es wurde wieder König und Königin gespielt, gemalt, gelesen und ein zweites Frühstück genossen. Zum Mittagessen trafen wir pünktlich im Pfarrhaus ein. Die Große war bereits aus der Schule da und ein wenig traurig, als sie hörte, dass ihre Schwester den ganzen Vormittag allein bei Oma und Opa war. Dafür habe ich sie dann zu Fuß zur Schule für den Nachmittag-Unterricht begleitet. Das Wetter war in der gesamten  Zeit sehr unbeständig. Höchsttemperaturen lagen bei 23° C, mal Sonne, mal Wolken, mal Regen, mal Wind. Sämtliche Kleidung wurde mindestens einmal getragen. Sogar Socken und feste Schuhe sowie Anorak. Am nächsten Tag ging es wieder an den Strand. Auch unser obligatorisches Muschelessen mussten wir uns gönnen mit Blick aufs Meer und historischen Leuchtturm. Immer wieder schön, wenn auch dunstige Sicht. Der Geburtstag unserer Großen am 01.06. war ein sehr schöner Tag. Es gab morgens ein kleines Geschenk vor der Schule, mittags ein paar und am Nachmittag das große Geschenk. Die Pyramide von Playmobil. Was eine Freude. Die hat sie mit ihrem Papa in 1,5 Stunden zusammengebaut und war so glücklich. Von uns gab es dazu noch den Kameltreiber von Playmobil und viele Geschichten, die wir schon in Ägypten erlebt haben. Zum Mittagessen hatte sie sich Bratkartoffeln mit Speck und Rührei gewünscht und zum Nachtisch Obstsalat. Das Obst haben wir morgens ganz schnell im Nachbarort beim „komischen Apfel“ gekauft. Ab ins Pfarrhaus und ran ans schnibbeln. Nebenbei Kartoffeln gekocht für die Bratkartoffeln. Aus irgendeinem Grund war ich in der Küche allein. Na gut, dann bin ich eben heute dran, dachte ich. Zur Freude aller und meiner ganz im besonderen war, dass an diesem Tag niemand über das Essen gemeckert hat. Was für eine Wohltat. Den Samstag ließen wir dann noch einmal ganz gemütlich ausklingen. Abends Koffer packen, alles bzw. fast alles ins Auto, duschen und ab in die Heia. Am nächsten Morgen war ich schon früh wach und packte noch die restl. Dinge ein. Betten abziehen. Die Schmutzwäsche in den Korb für die Pfarrfrau, alles noch einmal saugen und ab ging die Post. Im Pfarrhaus den Wäschekorb, restl. Lebensmittel abgeliefert und dann mussten wir uns verabschieden. Diesmal rissen wir uns alle zusammen und es flossen keine Tränen. Die Kinder passen da genau auf. „Warum ist der Opa immer so traurig? Ich will nicht, dass er weint und traurig ist.“ Es ging alles ganz schnell, ab ins Auto und unterwegs ein paar Tränen aus den Augen gewischt. Unsere Fahrt nach Hause gestaltete sich sehr relaxt. Das Ibis in Chalons en Champagne war/ist frisch renoviert und hat eine gute Küche. In Homburg an der Saar gibt es eine riesige Jahrhundertbaustelle. Da machten wir an der Raststätte Halt zum Tanken (zur Zeit ist das Benzin in D günstiger als in F) und genehmigten uns eine Currywurst mit Pommes. Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Zuhause. Die Nachbarn waren hoch erfreut, dass wir gesund und munter aus dem Auto gestiegen sind.

PS: Bilder gibt es auch noch. Wollte einfach mal diesen Post loswerden. Er steht schon seit  Tagen/Wochen bei den Entwürfen

Muttertag in Frankreich

Gestern konnten die Pfarrfrau und ich uns freuen, es war Muttertag. Die Mädels waren schon total aufgeregt, wann Oma und Opa endlich ins Pfarrhaus kommen. Ihre Mama hatte für mich schon einen kleinen Geschenketisch aufgebaut. Als wir endlich dort ankamen, konnten sie es nicht erwarten, dss wir beide unsere Geschenke auspacken. Der Schwiegersohn war im Gottesdienst, so lange wollten sie auf keinen Fall warten.Die Kleine hat in der Ecole Maternelle für ihre Mama gemalt und gebastelt und war ganz stolz. Die Große ist bereits in der 3. Klasse und ihr Lehrer hat mit den Kindern nichts vorbereitet. Sie war ein wenig traurig. Aber dann kam Omas Geschenkeauspacken. Ich bekam eine Digitalwaage auf der Macarons abgebildet sind, ein Herz mit meinen Mädels und Herzchen die im Wasser schwimmen (ähnlich Schneekugel), wunderbar riechende Rosen aus Nachbars Garten sowie ein Päckchen Macarons, weil ich die so gern mag. Habe mich sehr über die Geschenke gefreut und nachdem ich gefragt wurde, ob ich die Macarons mit allen teile, musste ich mir das erst überlegen. 😉 (Spaß). Natürlich haben wir alle gleich zugegriffen. Zum Mittagessen gab es Pasta mit Lachssahnesoße. Hmmmm lecker und einen wunderbaren Nachtisch. Quark mit Mascarpone darüber pürrierte Erdbeeren mit weißer Schokolade. Die Tochter weiß, dass ich gern Spagetti-Eis esse. Es war so gut. Danach mussten wir erstmal im Garten die Füße hochlegen. Am Nachmittag bin ich mit den Kindern noch einmal zu den Pferden gelaufen. Wir hatten am Morgen Karotten besorgt. Electron, ein ziemlich altes Pferd, das auch nicht mehr sehr gut sehen kann, hat sich sehr gefreut und alle 4 Karotten verspeist. Sein Kumpel Ilios hatte keine Lust und fraß lieber Gras. Wie immer  gingen wir den Nachhauseweg durch eine Straße, in der große Steine am Wegrand liegen, auf die wir klettern und mit Begeisterung runter springen. Das machen wir nun schon fast 6 Jahre, aber es macht ihnen immer wieder Spaß.

Was für ein schöner Tag

mit einem einmaligen Erlebnis. Vor ein paar Tagen erzählte uns der Schwiegersohn, dass er am Wochenende ein deutsches Brautpaar trauen soll, und zwar im Temple in Saint Augustin. „Können wir da mitgehen?“ war meine Frage. „Ja, wir sind sogar eingeladen“.  Nach dem gestrigen Regentag waren wir froh, dass heute Morgen die Sonne schien. Es war sehr warm und 100 % Luftfeuchtigkeit. Die Pfarrfrau, die Enkelinnen, der Große und ich machten uns für 13.00 Uhr zur Trauung auf den Weg.Eine illustre Hochzeitsgesellschaft stand schon vor dem Temple und wartete auf die Brautleute. Der Brautvater erzählte uns, dass er mit seiner Familie seit 25 Jahren in die Charante Maritim in Urlaub fährt und seine jüngste Tochter sich diesen Ort für die kirchliche Trauung ausgesucht hat. Sie hat lange gesucht und recherchiert, um einen deutsch sprechenden Pastor zu finden. Unser Schwiegersohn war sofort bereit, dieses Paar zu trauen. Eine neue Herausforderung, auch für ihn. Eine Trauung in deutsch, ein Abendmahl oder Kommunion direkt im Anschluss an die Trauung. Die Brautleute hatten ihre Familien und Freunde eingeladen, ihre eigenen Musiker mitgebracht. Es war ein fröhlicher und unkomplizierter Traugottesdienst. Nach der Kirche fand der Sektempfang am Strand statt, und zwar in der Nähe vom Phare de la Coubre, wo seit vielen Jahren der Urlaub verlebt wurde bzw. wird. In einem großen Autokorso fuhren wir dorthin. 4 junge Leute hatten mit Getränkewagen kleine Tische und Getränke bereitgestellt. Zu knabbern gab es kleines gebackenes Gebäck. Hier nahm das Brautpaar auch die Glückwünsche ihrer Gäste an. Allerdings war das Wetter nicht so freundlich zu uns. Sehr windig und  sehr kühl. Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir fröstelten ein wenig.Die Kinder hatten viel Spaß. Es gab Seifenblasen, sie suchten Muscheln und plötzlich froren sie auch nicht mehr. Um 16.30 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg. Plötzlich gab es auch wieder ein wenig Sonne. Nun hatten wir uns ein gutes Abendessen verdient. Die Pfarrfrau kochte ein schnelles Curry mit Reis, ich kreierte einen schönen Salat. Zwischendrin noch schnell die Kinder geduscht und ab an den Tisch. Beim Abendessen sprachen wir noch einmal über dieses schöne Erlebnis. Wir machten uns dann auf den Weg in unser Ferienhaus. Der Große war sehr tapfer und ist alles gut mitgelaufen. Der Weg vom Parkplatz zum Strand war schon ein wenig beschwerlich. Nun sind wir rechtschaffen müde. Bilder gibt es nächste Tage. Der Große braucht das Laptop um Fußball zu schauen. A bientôt

Überraschung gelungen

Die Checkliste haben wir erfolgreich abgearbeitet. Heute Mittag sind wir gut an der Atlantikküste angekommen. Tochter und Schwiegersohn haben dichtgehalten. Die Mädels hatten absolut keine Ahnung, dass wir kommen. Sie haben uns angeschaut, als wäre Ostern und Weihnachten an einem Tag. Nach ein paar Sekunden dann die übergroße Freude. Ganz viele Küsschen und Drücker. Es war bzw. ist so schön, die kleinen zarten Arme um sich zu spüren. Immer wieder gab es Küsschen heute Nachmittag.

Vor 40 Jahren

…da waren wir sehr aufgeregt. Es war der Fastnacht-Freitag. Der Große hatte Geburtstag und wir hatten am 03.02.1978 um 11.00 Uhr einen Termin auf dem Standesamt. Als meine Eltern morgens anreisten, wunderten sie sich, dass in der gesamten Stadt Fahnen aufgehängt waren. Die Straßen geschmückt und sauber. Wir erzählten ihnen dann, dass  für städtische Angestellte, die heiraten,  immer so ein Aufwand betrieben würde. Das hat sie sehr gefreut. Nach der Trauung lösten wir jedoch dieses Rätsel auf. Die Straßen waren für den Fastnachtsumzug am Sonntag so hergerichtet.

Es war so eine schöne Trauung mit all meinen damaligen Arbeitskollegen, den Standesbeamten durfte ich mir aussuchen. Ich mochte diesen Kollegen sehr und er machte es sehr persönlich und ein wenig fröhlich. Abends feierten wir in großem Kreis mit Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen unsere Hochzeit.

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Hier standen wir am 04.02.1978 vor dem Altar. Es war eine ökumenische Trauung, die erste damals in unserem Ort. Links neben mir mein Papa, der an diesem Tag seinen 50. Geburtstag feierte. Er wäre nun 90 Jahre alt geworden. Am Sonntag werden wir eine dicke Kerze für ihn anzünden.

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Wenn wir uns diese 40 Jahre vor Augen halten, wundern wir uns, wo die Zeit geblieben ist und wenn man die Jahre durchgeht, stellt man fest, dass man so Vieles miteinander erlebt hat. Es gab so vieles Schönes und Trauriges, wir haben wunderschöne Reisen gemacht, über die wir heute noch reden. Wir haben nach 9 Jahren Ehe eine wunderbare Tochter bekommen, die uns heute mit ihrem Ehemann und den zwei Mädchen sehr glücklich macht. Wir haben ganz tolle Freunde, mit denen wir schon ewig zusammen sind. Mit  allen haben wir deren Hochzeiten gefeiert und die Kinder groß werden sehen.

Wir sind zu dem Schluss gekommen, wir würden, wenn auch nicht alles, wieder so machen. Wir sind zufrieden, so wie es war und ist. Seit fünf Jahren genießen wir unsere gemeinsame Rentnerzeit und das ist sehr schöööön.

Man kann nicht früh genug anfangen

mit dem Zusammentragen der Adventskalender für die Mädels.

„Oma, machst du uns im nächsten Jahr auch wieder so einen schönen Adventskalender?“ war die Frage beider Mädchen während ihres Besuchs.

„Hat euch der gefallen, oder was hat euch besonders gefallen?“

„Es war alles so schön, aber die große Tüte Gummibärchen war ganz toll. Da konnte Mama nämlich nicht sagen, dass es nur soviele gibt, wie in die Hand passen. Diese Tüte war für uns (für jede) ganz allein. Du hast immer gute Ideen, Oma. Dir werden bestimmt wieder schöne Dinge einfallen.“   Das Fazit beider Mädels.

Heute war ich wieder einmal kurz in der Opelstadt etwas erledigen. Da fiel mir in einem Laden etwas auf, was ich schon einmal kaufen könnte. Ruck zuck hatte ich ein paar Dinge gefunden. Letzte Tage war ich schon einmal auf Schnäppchensuche. Und schon hat mich das Fieber wieder gepackt. Es macht Spaß und ich denke, solange ich es kann und die Mädchen es möchten, werden wir das beibehalten. Und bis zum Sommer, wo sie evtl. wieder zu Besuch kommen, möchte ich 48 kleine Dinge zusammen getragen haben, denn dann kann die Tochter sie wieder mitnehmen und wir haben das viele Porto gespart.

Alle Spuren beseitigt

.. aber ganz viele Erinnerungen an die gemeinsamen Tage.

Vergangenen Freitag machte sich die Familie wieder auf den Weg nach Frankreich. Der Kater jaulte in seiner Box (ob er auch nicht nach Hause wollte?), alle traurig, weil diese paar Tage so schnell herum gegangen sind, aber dennoch glücklich, dass wir zusammen sein konnten. Um 09.10 h starteten sie mit vollbepacktem Auto und um 21.00 h kamen sie gut am Ziel an. Wenn auch nun bereits alle Spuren beseitigt sind und alles wieder an seinem Platz steht, haben wir wunderschöne Erinnerungen, von denen wir nun ein paar Wochen zehren können. Diese sind: Bescherung am wunderschönen Weihnachtsbaum, schöne kleine Geschenke, die Mädels im Päckchenrausch, harmonisches Beisammensitzen am Ofen (die Aufgabe übernahm der Schwiegersohn), leckere Mahlzeiten, Mittagsruhe auf dem Dachboden (unser Wohnzimmer), wir nicken ein wenig ein und die Mädels dürfen fernsehen. Die Eltern ruhen im Erdgeschoss. Kaffeetrinken mit spielen verbinden. Für die Kleine gab es ein neues Spiel zu Weihnachten. Es heißt Fuchsalarm. Es musste einmal am Tag mindestens gespielt werden und es war ein lustiges Spektakel. Rummycup und Kniffeln (Würfeln) standen natürlich auf dem Programm. Kniffeln kannten sie nicht und das wurde dann ausgiebig gespielt und gelernt. Das neugeborene Baby der Patentante wurde besucht.  „Oma, der ist so klein und soooo süß“, war der Kommentar meiner „großen“ Mädels. Spazierengehen konnten wir während der gesamten Zeit nur zweimal. An einem Spätnachmittag machte sich ein Teil der Familie auf den Weg und schaute sich die beleuchteten Häuser im Ort an und der andere Spaziergang führte in den Wald. Die Kleine wollte zu den Wildschweinen. Man da war ja die Hölle los im Wald. Für die Wildschweine gab es das reinste Weihnachtsmenue. Fast jeder hatte eine Türe mit irgendwelchen Essensresten dabei. Das Areal der Tiere ist zur Zeit so nass und morastig. Für sie wahrscheinlich ein Paradies. Aber beim Kampf um die besten Stücke spritze jedesmal der Morast auf die Besucher. Wir schauten diesem Spektakel nur zu. Dann noch einmal Waldspielplatz, an den konnten sie sich noch erinnern. Im Sommer waren wir auch hier. Es war nicht so nass, wie wir dachten. Aber auch hier viele Besucher. Da sah man auch gleich, dass viele Papas Urlaub hatten und diese Zeit mit ihren Kids nutzten. Ansonsten haben wir es uns gemütlich gemacht, viel erzählt, ganz viel gelacht. Jetzt denken wir oft an die schönen Tage, die gemeinsamen Mahlzeiten, das Musizieren und Singen. Heute sind sie schon eine Woche wieder zu Hause. Die Kinder gehen in die Schule und der Alltag hat alle eingeholt. Auch hier läuft der normale Betrieb wieder an, mit Turnstunde, Physiotherapie für den Großen, Zahnarzt (am 5.1. musste ein Zahn extrahiert werden). Nun hat er noch ein paar weitere Besuche dort in Aussicht.

PS: da fällt mir noch ein, dass das von mir erstellte Fotobuch über die Sommerferien sehr gut bei den Kindern angekommen ist. Sie haben es sich immer wieder angeschaut und waren total begeistert. Da freut man sich und die aufgewendeten Stunden der Auswahl und des Hochladens sind somit vergessen. Es ist eine schöne Erinnerung und sie werden sich an diesem Buch noch viele Jahre erfreuen.