Surprise

Wie man ja weiß, geht der Große mittwochs mit seinen Tennisjungs zum Mittagessen, wenn nichts dazwischen kommt. Und jeden Mittwoch stellt er mir die selbe Frage: „Was isst du denn heute Mittag.“ Jeden Mittwoch die selbe Antwort: „Weiss ich noch nicht.“ „Du wirst schon was finden.“ Ja genau, wo findet man denn ein Mittagessen? Bevor ich mich an die Gartenarbeit machte durchstöberte ich die Kühltruhe und fand eine Tupperdose mit Soße und eine mit Nudeln. Prima, dachte ich mir. 2,5 Stunden Gartenarbeit und plötzlich wurde es dunkel, ein Ausläufer von Harvey zog über unser Grundstück und hätte mich fast weggeweht und ein paar Tropfen Regen waren auch dabei. 13.00 h , genau richtig für mein Mittagessen. Beim Wärmen der Soße stellte ich fest, dass noch etwas anderes in der Tupperdose vorhanden war, nämlich eine dicke Scheibe Spießbraten. Dazu noch schnell einen Gartensalat und die Nudeln und ich hatte ein wunderbares Essen. Hmmm, lecker wars. Als der Große heimkam und mich beim Essen entdeckte, meinte er „das hätte ich auch gern gegessen“ und grinst. Ich lasse mich gar nicht ablenken und verspeise genüsslich mein „gefundenes Mittagessen“. Der Herr des Hauses musste natürlich ein Mittagschläfchen machen, Essen gehen macht ja so müde. Ich setzte meine Gartenarbeit fort, es schienen nämlich mehrere Sonnen vom Himmel. Noch einmal 3,5 Stunden. Aber nun sieht es wieder einigermaßen manierlich aus. So ein paar Wochen nichts machen, tut nicht gut. Aber es ging nunmal nicht anders. Und nach so einem Essen, war ich fit und gestärkt.

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Traurige Gedanken

habe ich heute Vormittag mit dem Kochen einer Kürbissuppe vertrieben. Ich bin ja nicht so der Freund von Kürbis (außer den bemalten, die man vor die Haustür legt). Bedingt durch meinen „Liebslingsnachbarn“, der mir im Mai eine Kürbispflanze vorbeibrachte, liegen nun ein paar der Hokaidokürbisse in unserem Hof. Der Große mag gern Kürbis essen. Er muss dabei immer an den gefüllten Pumpkin in Australien denken. Dazu fällt mir allerdings nichts ein, mir hatte der nämlich nicht geschmeckt. Nun gut. Ich tat ihm heute Morgen den Gefallen und kochte aus 2 kleinen Köpfen eine Suppe. Das Rezept bekam ich aus dem WWW.  Die Zutaten hatte ich alle im Haus.

Hokaido, Karotten, Zwiebeln, Kartoffeln, Brühwürfel, Kokosmilch, Pfeffer, Salz und Ingwer.

Die Mengen habe ich frei „nach Schnauze“ variiert, da ich keine Lust hatte, alles genau abzuwiegen. Kürbissuppe.jpg

Die Zwiebeln werden in Butter angedünstet (ich habe Butterschmalz genommen), dazu kommen die Karotten, der Kürbis gewürfelt, die Kartoffeln und man lässt alles ein wenig dünsten. Dann die Brühe aufgießen (bis das Gemüse bedeckt ist) und alles ca. 20-30 köcheln lassen. Das Ganze pürrieren, mit Salz, Pfeffer, Knobi, ein paar Sweet-Chiliflocken abschmecken. Zum Schluss eine Dose Kokosmilch einrühren und den Ingwer mit einer feinen Reibe in die Suppe geben (hier Vorsicht, dass es nicht zu scharf wird). Als die Suppe so vor mir stand, musste ich sie natürlich probieren und was soll ich sagen: „Sie schmeckt mir besser, als ich dachte.“ Der Große meinte: „Die kann doch nur gut sein, du hast sie doch gekocht.“ So ein Schmeichler. Auf jeden Fall freut er sich schon auf morgen Mittag.

Am Nachmittag schrieb ich der Nachbarin eine WhattsApp. Sie solle doch mal ihren Mann fragen, ob er mal meine Suppe probieren möchte (sie mag auch nicht so gern Kürbis). Prompte Antwort: „Er ist schon unterwegs“. Ich gab ihm eine Tupperdose mit nach Hause. 5 Minuten später wieder eine WhattsApp. „Schmeckt hervorragend“

Seht Ihr: So klappt es auch mit dem Nachbarn.

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Erdbeermarmelade zum Vierten

Nachdem ich bereits 24 Gläser Erdbeermarmelade gekocht habe, weil dies meine Lieblingsmarmelade und die meiner Enkeltöchter ist, meinte der Große am Donnerstag „meinst Du das reicht? sie essen die doch so gern“. An diesem Tag hatte er Physiotherapie und in der Nähe steht der Spargel- und Erdbeerstand unseres Vertrauens. Heim kam er mit 2 kg Erdbeeren. Diese wurden abends geschnippelt und mit Zucker bestreut, den ich tags zuvor bei Rewe eingekauft habe. 5 Pakete, schnell gegriffen und ab an die Kasse.

Der Zucker war ein wenig bröselig, aber ich dachte mir nichts dabei, denn es war sehr feucht am Tag des Einkaufs. Als ich jedoch die Tüte in den Korb mit Altpapier werfen wollte, stach mir ein Datum ins Auge. Mindesthaltbarkeit 11/16. Oh verdammt. Schnell die anderen Päckchen kontrolliert, alle 11/18. Auf einmal wurde mir ganz komisch zu Mute. Anruf bei der Hotline von Dr. Oetker, Geschichte erzählt und als Antwort erhalten: „Wir übernehmen eine Garantie nur bis zu 11/16, deshalb steht ja das Datum drauf“. Also da muss ich nun sagen, dass ich bei Wurst, Käse oder Joghurt auf das MHD schaue, aber bei Zucker??? Es ging mir auch nicht darum, ob es geliert, sonder darum, ob die Marmelade ein paar Monate haltbar bleibt.  Weiterer Anruf bei Rewe. Am Apparat der Stellv. Marktleiter. Wieder dieselbe Geschichte erzählt. Er geht zum Regal und erzählt mir, dass dort noch drei Pakete stehen, die das MHD 11/18 haben. Ich werde ungeduldig. Wollte ich wissen, wieviele Pakete dort noch stehen? Ich erzähle meine Geschichte noch einmal so, als hätte ich einen Erstklässler am Apparat. Und siehe da, er versteht mich. (Oh Mann). Dann kam seine Frage: „Und was soll ich da jetzt machen?“ Nun verließ mich fast meine Contenance. Ich nochmal: „Was tuen Sie, wenn ich morgen früh die Marmelade koche und sie nicht geliert, bzw. eine Konsistenz hat, die mir nicht gefällt.“ „Ach so, dann ersetze ich Ihnen den Zucker“. (er lacht) Ich: „Ich finde das nicht witzig. Es wurden 2 kg Erdbeeren verschnippelt, die möchte ich natürlich auch ersetzt bekommen.“ Er: „Ach so! Ja natürlich. Wenn Sie feststellen, dass das gewünschte Ergebnis nicht erreicht wird, kommen sie morgen früh und wir ersetzen Erdbeeren und Zucker.“ Na also, nun kommen wir auf einen Nenner.

Am nächsten Morgen begann ich ganz früh mit der Kochaktion. Es gelierte wunderbar. Der Duft, der durchs Haus zog war atemberaubend. 7 große Gläser mit wunderbarer Erdbeermarmelade. Den kleinen Rest im Schälchen aßen wir am Samstag Morgen auf einem Brötchen. Der Große verdrehte die Augen. Er dachte natürlich an seine Mädchen, äh ich meine unsere Mädchen. Die Gläser haben ihren Platz im Keller eingenommen. Sie stehen so, dass sie zuerst gegessen werden. Das Risiko mit dem MHD möchte ich nicht eingehen.

PS: Die zwei „Herzchen“ im Header fand ich im Erdbeerkörbchen.

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Auch ein Hammerbrot

Um den/das Post von https://plattlandtage.wordpress.com/2017/03/10/hammerbrot/ aufzugreifen, ich habe am vergangenen Sonntag ein „Hammerbrot“ gebacken. Die Zutaten kamen aus der Flasche. Diese erstand ich auf unserem letzten Weihnachtsmarkt am Stand, der sich für behinderte Menschen einsetzt. Die Zubereitung ging unwahrscheinlich schnell und das Backen von 50 Min. bis 1 Std. fand ich auch akzeptabel. Heraus kam ein wahnsinnig gut schmeckendes Brot. Wir essen nämlich auch gern Brot mit vielen Körnern und wenn möglich mit einem gesunden Mehl.

Hier das Rezept:

  • 450 ml Wasser, (bei Bedarf 500 ml) lauwarm
  • 1 Würfel Hefe
  • 400 g Dinkelvollkornmehl
  • 100 g Buchweizenmehl
  • 100 g Salatkernmix, (z. B. Salatveredler mit Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen und Pinienkernen)
  • 50 g Leinsamen
  • 2 Tl Salz
  • 2 El Apfelessig, (oder Brottrunk) (ich habe ganz normalen Essig genommen)

    Zubereitung

    1. Lauwarmes Wasser in eine Schüssel geben, Hefewürfel zerbröselt dazugeben und mit dem Schneebesen so lange verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
    2. In eine zweite Schüssel Dinkelvollkornmehl, Buchweizenmehl, Salatkernmix, Leinsamen und Salz mischen. Hefe-Wasser und Apfelessig zugeben und mit dem Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten.
    3. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen, den Teig einfüllen und glatt streichen und in den kalten (!) Ofen stellen. Erst dann den Ofen auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) heizen und für 50-60 Minuten backen.

    Zusatztipps zur Zubereitung

    Sollte der Teig zu nass/trocken sein, löffelweise Mehl/Wasser dazugeben. +++ Wichtig: Der Ofen darf nicht vorgeheizt werden!
    Dieses Brot schmeckt sogar morgens mit Marmelade oder Honig. Probiert es mal.

Lecker, lecker

Gestern Abend waren die Ehefrauen der Tennisfreunde zu einem Essen eingeladen. Unsere Jungs treffen sich ja seit ihrem Eintritt in die Rente jeden Mittwoch zum Tennis spielen und anschließend zum Mittagstisch essen. Mal gehen sie ins Restaurant, Gasthaus, mal kochen sie selbst in unserer Vereinsstube. Gestern waren wir Frauen eingeladen, da wir seit Jahren geduldig am Mittwoch auf sie verzichten. Zwei dieser Tennis-Jungs sind begeisterte Hobbyköche. Es gab Tafelspitz mit Meerrettich-Soße und Bratkartoffeln. Vorher natürlich die total leckere Rindfleischbrühe mit Nudeln. Da ich ja ein Suppenkaspar bin, hätte ich am liebsten in der Suppe gebadet. Den Meerrettich hatte einer der Herren aus der Heimat Österreich mitgebracht. Er kochte auch die in Österreich übliche Semmelknödel-Meerrettichsoße. Zum Nachtisch gab es ein Stück Eistorte mit Sahne und Amarenakirschen. Dazu wurde Mineralwasser, Rotwein und Rosé gereicht. Man was haben sie uns verwöhnt. Wir durften noch nicht einmal den Tisch abräumen oder beim Aufräumen helfen. Haben sie gut gemacht unsere Jungs. Freuen uns immer wieder über eine Einladung. 🙂 Der Tisch war so liebevoll gedeckt, mit weißen Tischdecken, buntem Herbstlaub und schönen Kerzen. Toll …..

PS: Hierzu muss ich noch schreiben, dass der „harte Kern“ dieser Gruppe sich seit mehr als 40 Jahren kennt. Wir haben festgestellt, wie schön und wie wertvoll unsere Freundschaft ist.

Heute Mittag

.. gab es Nudeln mit Thunfischsoße. Schon lang nicht mehr gegessen und so lecker.

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Nudeln mit Thunfischsoße

Man nehme:

1 große Zwiebel, Paprika (ich hatte noch Reste von gelb, orange und rot) sowie ein Glas Thunfisch (von A.di aus dem spanischen Sortiment).

Die Zwiebel und die Paprika so klein wie möglich schneiden, das Olivenöl vom Thunfisch in einen Topf und darin beides anschwitzen, etwas Brühe oder Wasser angießen, den Thunfisch klein zerpflücken, würzen mit Sweet-Chili, Pfeffer. Ich habe noch etwas Ajwar dazugegeben. Das ganze dann leicht köcheln lassen, bis eine Soße entsteht. Wer möchte, kann das Ganze noch ein wenig andicken.

Dazu gab es Nudeln und Tomatensalat. Leider musste ich heute die Tomaten allein ernten, da meine Erntehelfer wieder in Frankreich sind.

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erntefrisch aus dem Garten

 

 

Pflaumenernte

Nachdem ich nun 3 Bleche Hefekuchen mit Pflaumen, 7 Gläser Pflaumenmarmelade mit Amaretto, 4 Gläser 3-Frucht (Nektarine, Weinbergpfirsich + Pflaume) gekocht bzw. gebacken habe, ist nun Schluss mit lustig. Heute noch einmal die Nachbarin mit 3 kg beglückt und den Rest hängen gelassen für die „Kinder“. Hoffentlich halten sie bis Donnerstag durch. Zt. windet es sehr und donnert ein wenig, dunkel ist es auch. Also ich habe genug von der Pflaumenernte. Allerdings war der Kuchen wieder köstlich. Allen, die hier vorbei schauen eines schönes Wochenende.

Hefe vergessen…

Letzte Tage beim Gespräch mit der Nachbarin über’n Gartenzaun konnte ich dieser ein paar Stangen Rhabarber entlocken. „Weißt Du, wir essen unheimlich gern Rhabarberkuchen und wenn Du ein paar Stangen entbehren kannst, würde ich mich sehr freuen“. „Natürlich“, kam es gleich zurück. Ich komme ja im Moment sowieso nicht zum Backen“. (Mann liegt seit 6 Wo. in der Uniklinik). Der Große wünschte sich einen Hefekuchen mit Rhabarber und Streuseln. Sollte er bekommen. Gestern war ich beim Friseur, danach bei der Post, Blumenerde für die Kübelpflanzen besorgen und dann noch schnell zum Supermarkt Hefe kaufen. Gestern Abend nach dem Um- und Einpflanzen der Kübelpflanzen meinte der Große „hast Du auch die Hefe mitgebracht?“ Ohh Mann, die hatte ich in der ganzen Hektik total vergessen. Deshalb war ich eigentlich im R.we.  Um 13 h sollte nämlich unser neuer Fernseher geliefert werden und da wollte ich auf jeden Fall zu Hause sein, deshalb habe ich versucht, alles noch vorher zu schaffen.  Heute Morgen fand ich ein Päckchen Trockenhefe im Vorratsschrank, welches jedoch im April 2015 abgelaufen war. So entschloss ich mich, einen Rührkuchen mit Streuseln zu backen. Wie man sieht ist der sehr gut gelungen. Schmecken tut er auch fantastisch. Und wenn jetzt noch einmal jemand sagt, ich könnte nicht backen, dem werde ich was erzählen. (das ist aber eine andere Geschichte)

Rhabarberkuchen 05.05.2016

Rhabarberkuchen 05.05.2016

Wiedergutmachung

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4 frisch gebackene Kräppel

Unsere Nachbarn riefen gestern Morgen ganz aufgeregt an. Sie waren untröstlich, und zwar hatten sie versäumt dem Großen am Mittwoch zum Geburtstag zu gratulieren. Wir hatten uns zwar gewundert, aber es nicht als so tragisch angesehen. Heute Morgen klingelte unser neues Telefon und ich wurde ganz schnell mal zum Tor gerufen. Da hatte die Nachbarin einen Teller mit 4 frisch gebackenen Kräppeln (Berliner) in der Hand. Sie fragte, ob sie das Versäumnis damit wieder gut machen könnte. „Aber immer doch“, war meine Antwort. Diese überaus leckeren Kräppel haben wir soeben verspeist. Man waren die gut. Jetzt mache ich mal die Pfarrfrau neidisch. Sie waren mit Brombeermarmelade gefüllt.

Das allerliebste Geschenk…..

…dass ich in diesem Jahr gesehen habe. Das waren die Worte unserer großen Enkeltochter (5), als sie das 2. Türchen, bzw. 2. Geschenk aus dem Grabbelsack gefischt hat. Eine Schneekugel mit Opa drin. Ich war ein wenig erstaunt, denn eigentlich hatte ich mich auch da reingesteckt. Die Pfarrfrau berichtete, dass beim Auspacken etwas rausgefallen wäre und wahrscheinlich nicht richtig zusammengesteckt war. Am Nachmittag wurde dann die Schneekugel repariert und siehe da Oma und Opa stecken nun in der Schneekugel. Sie ist so selig damit, dass sie am liebsten abends damit kuscheln würde. Die kleine Schwester schaute natürlich ganz traurig, weil sie auch gern so eine Schneekugel hätte. So kam gestern in der Früh ein Anruf aus France „Mama hast du noch eine Schneekugel für Motti?“ „Nein, habe ich nicht“. „Bitte, sei so gut und mache bitte noch eine. Sie schaut so sehnsüchtig auf die Schneekugel ihrer Schwester“.

Wo ich diese Kugel gekauft habe, weiß ich nicht mehr, denn ich trage ja schon das ganze Jahr über solche Kleinigkeiten zusammen. Außerdem war der Adventskalender schon im August fertig für die Reise nach France. Also musste mal wieder das Internet her. Ich habe ganz schnell eine weitere Schneekugel geordert, die in 2 Tagen hier eintrifft. Die wird dann auch mit Oma und Opa bestückt und beim Eintreffen in France in den Grabbelsack von Motti geschmuggelt.

Das Schöne an der Geschichte ist ja jetzt, dass wir diesen Tag miterleben können. 🙂

Eine schöne Weihnachtsgeschichte, die das Leben schrieb – oder?