Kindermund oder was Kinder so denken

Kleine Enkeltochter:              Haben Oma und Opa auch Kinder?

Tochter und Schwiegersohn bekommen große Augen.

Ja. Wer sagt denn Mama und Papa zu den Beiden?“

Kleine Enkeltochter:             „Hm, Mama sagt das zu Oma und Opa.“

Kleine Enkeltochter:              „Sind Oma und Opa verheiratet?“  

                                                   (Heutzutage berechtigte Frage)                  

Große Enkeltochter:               Ja, aber schon lange!

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Wer gut aufgepasst hat

hat bemerkt, dass immer noch 1 Tag der Reisebeschreibung „Provence“ fehlt. Nämlich die Fahrt nach Marseille. Sie war allerdings auch ein Höhepunkt dieser Reise. Wir hatten sagenhaftes Wetter, das sieht man gleich auf den Bildern. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Eine beeindruckende Stadt mit ganz viel Gewusel (Betrieb) einem wunderschönen Hafen sowie einer schönen Altstadt. Ein Highlight natürlich die Kirche Notre Dame. Von diesem Hügel hat man einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Dort hatten wir ein wenig Zeit zum schlendern. Eine Mitreisende hatte jedoch so einen Hunger, dass wir ihr zu Liebe in einem Fischlokal eingekehrt sind. Plat du jour – war hervorragend.

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Das ist nur ein kleiner Teil der Eindrücke, die wir dort gesammelt haben.

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Von Marseille aus fuhren wir in das idyllische Bergdorf Les Baux de Provence. Mein Gott ist es schön dort. Trotz der Touristen so ruhig und einsam gelegen. Hier schlenderten wir durch den Ort, schauten in die netten Läden und tranken einen guten Kaffee. Die Kirche sowie das Krippenmuseum besuchten wir natürlich auch.

Les Baux de Provence

Les Baux de Provence

In der Provence ist es Brauch, dass an Heiligabend ein Schafhirte mit seiner Herde, bzw. einem Teil seiner Herde, einem Hammel, der einen Wagen hinter sich her zieht, in die Kirche einzieht. In diesem Wagen liegt das kleinste Lamm, welches es in der Herde gibt. Dieses Lamm symbolisiert das neue Leben. Was muss das für ein Spektakel sein, hört sich jedoch sehr schön und traditionell an. Auf einem Bild oben sieht man die dort hergestellten Krippenfiguren. Sie sind alle handgefertigt, sehen sehr einfach aus, sind jedoch wunderschön. Im Krippenmuseum wurde so ein Heiligabend in der Kirche nachgestellt.

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So, jetzt habe ich dieses Kapitel endgültig abgschlossen.

Fortsetzung – La Provence

So, nun muss ich aber langsam zu Potte kommen mit meinen Reiseschilderungen. Es steht ja schon bald die nächste Fahrt nach Frankreich an und da gibt es doch wieder Neues zu berichten.

In Le Teil angekommen, war der erste Programmpunkt die Besichtigung des Widerstandsmuseums. Dieses wurde 2014 im Beisein unseres Bürgermeisters dort eingeweiht. Man hatte sogar 2 Veteranen (92 + 96 Jahre alt) aus dem 2. Weltkrieg eingeladen, die ihre Geschichte erzählten. Weiter ging es dann ins Rathaus. Dort sollten wir von Mitgliedern des Comites empfangen werden. Es gab Limo und Mineralwasser sowie Cola aus Plastikbechern und ein paar Kekse aus dem Karton. Ich fand das sehr befremdlich. Der Bürgermeister schaute für 2 Minuten zur Tür rein, um uns zu sagen, dass er gar keine Zeit hat. Meiner Meinung nach hätte er es besser nicht getan. Fazit: Kein Sympathieträger oder kein Interesse an uns Besuchern. Ziemlich schnell verabschiedeten wir uns, um noch ein wenig die Stadt anzusehen. Ist ja schließlich unsere Partnerstadt. Auch hier waren wir sehr enttäuscht. Le Teil ist eine kleine, runter gewirtschaftete Stadt ohne Leben (außer Autoverkehr) und Geschäfte. Einfach alt und herunter gekommen. In einem Straßencafe stellte ich den Großen vor die Wahl: einen Kaffee oder einen Pastis. Er meinte dann „ich glaube mir ist nach einem Pastis“. Dies war das erstemal, dass wir einen tranken bzw. probierten. Schnell gesellten sich noch ein paar Teilnehmer der Reise zu uns und wir spülten die negativen Eindrücke dieses Nachmittags einfach runter.

Pastis (aus dem Provenzalischen pastís für Mischung) ist eine Spirituose aus Anis mit Ursprung in Frankreich und enthält typischerweise 40 bis 45 Volumenprozent Alkohol. Grundzutat war ursprünglich Anis. Heute wird meist der aus China und Vietnam stammende Sternanis verwendet. Weitere Zutaten sind Zucker, Fenchelsamen, Süßholzwurzeln, verschiedene andere Kräuter, Wasser und Alkohol.

Als wir um 20.00 h im Hotel ankamen, erwartete uns ein schmackhaftes Abendessen. Ein paar Freunde aus Le Teil begleiteten uns und nahmen am Essen teil. Das war der erfreuliche Teil dieser Zusammenkunft. Ich hatte das Vergnügen mit einem sehr netten, freundlichen Herrn zu erzählen. Wir sprachen alle Sprachen, die uns zur Verfügung standen. Er, nur französisch. Ich, deutsch, englisch und französisch. Es war eine nette und lustige Unterhaltung. Um 23.00 h rief dann doch der Bettzipfel, denn der nächste und letzte Tag sollte auch wieder ein etwas anstrengender werden.

18. Oktober 2016 Widerstandsmuseum Le Teil

18. Oktober 2016 Widerstandsmuseum Le Teil

18.10.2016 Empfang im Rathaus von Le Teil

18.10.2016 Le Teil

Fortsetzung – La Provence

In Saintes Maries de la Mer war nicht sehr viel los. Die Zeit der Touristen ist vorbei. Viele Restaurants und Geschäfte waren bereits in den Winterschlaf gegangen. Allerdings war es auch erholsam, so allein durch das kleine Städtchen zu laufen. Hier und da traf man auf Teilnehmer unserer Gruppe.

https://de.wikipedia.org/wiki/Saintes-Maries-de-la-Mer

Die traditionelle Zigeunerwallfahrt in der südfranzösischen Camargue zieht jedes Jahr am 24. Mai Tausende Pilger und Zuschauer an. Der kleine Ort Saintes-Maries wird dann zu einem riesigen Wohnwagenlager. Von der mittelalterlichen Festungskirche wird die Statue der Heiligen in einer Prozession bis zum Meer getragen. Auf dem Kirchplatz und in den Gassen herrscht eine Atmosphäre wie in einem Film von Emir Kusturica. Die Einwohner sehen das Spektakel mit gemischten Gefühlen: Einerseits sind sie stolz auf die Pilgertradition und froh über die Touristen, die sie ins Dorf bringt. Andererseits beäugen sie das fahrende Volk mit Misstrauen und sind erleichtert, wenn wieder Ruhe einkehrt.

17.10.2016 -Saint Maries de la mer

17.10.2016 -Saint Maries de la mer

Das Kreuz der Camargue: Es verkörpert die drei Theologische Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe. Es symbolisiert die Camargue, weil das Kreuz mit den Dreizacken (Glauben) an die Gardian mit ihrem Dreizack-Spieß erinnert, der Anker (Hoffnung) an die Fischer der Camargue und das Herz (Liebe) an die heiligen Marien Maria Magdalena, Maria Kleophae und Maria Salome, die hier Zuflucht fanden.

17.10.2026 Saint Maries de la merWährend des Aufenthalts in St. M.d.l.m. gab es aus Zeitgründen wieder eine Planänderung. Aigues Mortes wurde somit nur mit dem Bus umfahren. Wir sahen eine gewaltige Stadtmauer und lauschten den Erklärungen des Reiseleiters.

http://de.france.fr/de/sehenswert/festungsanlagen-von-aigues-mortes hier kann man schöne Aufnahmen sehen und die Beschreibung des Ortes entnehmen.

Dienstag, 18.10.2016Ein weiterer Höhepunkt dieser Reise war dieser Tag. Begleitet wurden wir auf dieser Fahrt von Fabien. Er ist Mitglied im Comité der Jumelage. Er spricht hervorragend deutsch und freute sich, dass er uns die Schönheiten seiner Heimat zeigen durfte. Der erste Programmpunkt war ein Lavendel-Museum. Es liegt in einer wunderschönen Berglandschaft. Wird von jungen Leuten betrieben, die es vor einiger Zeit übernommen und ein wunderschönes Kleinod geschaffen haben. Leider haben die Felder nicht mehr geblüht, aber wenn man die Augen zugemacht hat, konnte man die Stille und den Duft dieser Landschaft spüren und atmen. Ein sehr schönes Video wurde uns gezeigt und dann konnten wir das Museum besichtigen, dabei gab es auch eine Vorführung zur Gewinnung des kostbaren Lavendelöls. Natürlich war der Ausgang über den Shop geplant. Hier wurde dann reichlich eingekauft.

18.10.2016 Lavendelmuseum

18.10.2016 Lavendelmuseum

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18.10.2016 Lavendelmuseum

18.10.2016 Lavendelmuseum

18.10.2016 Lavendelmuseum

Nach dieser Besichtigung begaben wir uns auf ein weiteres High-Light dieser Fahrt. Eine Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft „Die Schlucht der Ardèche.

Bericht aus dem WWW.

Gorges de l’Ardèche oder Adreche-Schlucht nennt man die große Schlucht im letzten Abschnitt des Flusses Ardèche.

Dieser Teil der Gorges de l’Ardèche verläuft zwischen den Orten Vallon-Pont-d’Arc und Saint-Martin-d’Ardèche und bildet so gleichzeitig die Grenze der Départements Ardèche und Gard.

Imposant öffnet sich die Ardeche-Schlucht dem Frankreich-Urlauber am nördlichen Teil mit dem beeindruckenden Natursteinbogen des Pont d’Arc.

Bei den Orten Aiguèze und Sauze im Süden des Ardechetals endet diese unglaublich malerische und einmalig schöne und natürlich entstandene Flusslandschaft Frankreichs.

In beeindruckender Höhe über der Schlucht der Ardeche nutzen Radler, Motorradfahrer, PKW und Wohnmobile die eigens angelegte Tourismusstraße von Pont St. Esprit aus mit ihren überwältigenden Panoramabildern. Motorradurlaub in der Ardeche ist bei Bikern gleich nach den Alpen der beliebteste Urlaub in Südfrankreich.

An den Aussichtspunkten über den Fluss, die Schlucht sowie über die teilweise wie von Riesen bearbeiteten oder hingeworfenen Felsen halten Dutzende von Urlaubern und Touristen gebannt und beeindruckt von der Schönheit dieser aussergewöhnlich interessanten Umgebung.

Nicht nur die Schlucht selbst steht unter strengem Naturschutz, sonder auch die gesamte Umgebung bis hinauf zu den höchsten Erhebungen. Hier wurde der Naturpark der Ardeche, der „Parc naturel régional des Monts d’Ardèche“ mit über 200.000 Hektar Schutzzonen eingerichtet.

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Das war eine grandiose Fahrt, die unser Busfahrer sehr souverän gemeistert hat. Was mir hier unheimlich gut gefallen hat, weil Naturschutzgebiet, es gab keine Hochspannungsmasten und irgendwelche Kabel die durch die Landschaft gezogen sind, wie man das in Frankreich sehr häufig sieht. Für uns war es auch reizvoll den Fluss so ruhig und gemütlich zu sehen. 1 Kanufahrer stand am Rand. Im Sommer müssen es Hunderte sein. IMG_20161018_130226.jpg

Hier endet vorerst der Bericht. Eine Fortsetzung gibt es auf jeden Fall. Die führt uns nach Le Teil, in unsere Partnerstadt.

La Provence, la Provence, du blühendes Land …….mit Fortsetzung

Am 15.10.2016 fuhren wir für 6 Tage Richtung Südfrankreich. Der Bus kam nicht pünktlich, da er keine genaue Adresse zur Hand hatte. Daraufhin hat er die Ringstraße, die sich um ein großes Wohngebiet zieht dreimal umrundet, ist dann in der engen Bahnhofstraße stecken geblieben und erschien gegen 06.30 h vor dem neuen Rathaus. Abfahrt sollte um 06.00 h sein, d.h. wir standen alle ab 05.35 h und später mit unseren Koffern am Straßenrand und schauten und schauten….Bei Karlsruhe gab es einen kleinen Stau bedingt durch die Großbaustelle. Im Breisgau gab es eine längere Pause zwecks Fahrerwechsel. Nach 14 Stunden strandeten wir in Estézargues im Hotel Le Fenouillere (ttp://lafenouillere.com/site/das-hotel/?lang=de)Die Zimmerschlüssel wurden schnell verteilt, ein wenig frisch machen und ab nach unten zum Abendessen. Es gab jeden Abend ein 4-Gänge-Menue. Schmackhaft, reichlich und nett serviert, dazu Wasser, Rosé und Rotwein bis zum Abwinken. Am ersten Abend waren unsere Gesäßmuskeln so strapaziert, dass wir ziemlich schnell unsere Betten aufgesucht haben. Am nächsten Tag sollte es nämlich gleich um 09.00 h zum ersten Ausflug gehen.

Sonntag., 16.10.2016, 09.00 h
Eine sehr nette Reiseleiterin erwartete uns bereits in der Lobby. Sehr sympathisch, eine tolle Stimme, der man stundenlang zuhören kann. Unsere erste Besichtung ging zum Pont du Gard mit seinem Museum.

Ein römisches Aquädukt von seltener Schönheit

Der Pont du Gard ist eines der am besten erhaltenen römischen Bauwerke in ganz Europa. Prachtvoll, imposant, geradezu genial. Dabei ist der Pont du Gard nichts weiter als Teil einer Wasserleitung, die über den Fluss Gard führt und damals die Stadt Nîmes mit frischem Trinkwasser von den Quellen bei Uzès versorgte. Der Pont du Gard beeindruckt sowohl ästhetisch als auch durch seine technische Umsetzung. http://www.provence.de/provence-entdecken/landschaften/pont-du-gard.html

Nach der Besichtigung dieses grandiosen Bauwerks, welches auch zum Weltkulturerbe gehört fuhren wir weiter nach Uzès zur kleinen Stadtführung. http://www.france-voyage.com/frankreich-tourismus/uzes-1420.htm

Was für eine hübsche Stadt, so sauber, winkelige Gassen, ein schöner Marktplatz, goldige Geschäfte. Hier hätten wir stundenlang bummeln können. Einfach sehenswert.

Uzès 16.10.2016

Uzès 16.10.2016

Auf dem Marktplatz in Uzès sprach mich eine Frau an und fragte mich, wo wir denn her kämen. Es stellte sich heraus, dass sie in Rüsselsheim geboren wurde und nun in Groß-Gerau (unsere Kreisstadt) wohnt. Den Sommer verbringt die Familie in der Provence, bewirtschaftet dort eine kleine Pension und kommt im Winter zurück nach Deutschland. Sie freute sich sehr uns kennengelernt zu haben. Im Nachhinein habe ich mich geärgert, dass ich nicht nach der Adresse gefragt habe. In einem wunderschönen Laden, einer Epicerie, kauften wir uns noch drei leckere Tartines. Das ist ein Brotaufstrich aus Oliven, Knoblauch und Olivenöl. Auf geröstetem Weißbrot nicht zu verachten. Hmmmmm

Uzès

Nach diesem schönen Aufenthalt ging die Fahrt weiter über die St. Nikolausbrücke und die Gardonschlucht nach Nîmes. Hier gab es eine Stadtführung, Besichtigung des Jardin de la Fontaine, Carrée d’Art sowie die Arena.gorges-du-gadon

Nîmes – Die italienischste französische Stadt

Wenn man die Augen zu macht, hat man das Gefühl, man wäre in Rom. Nîmes liegt eindeutig in Frankreich, aber es kann den Einfluss, den die Römer bei der Stadtplanung gehabt haben, bis heute nicht verbergen. Nîmes

nimes7-150x100„Maison Carrée“, wie die Franzosen den Tempel des Augustus nennen, gilt als stilistisch reinster und objektiv besterhaltener Tempel, der aus dem Reich der Römer überdauert hat.

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Jardin de la Fontaine

Jardin de la Fontaine

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Geschmückt mit Vasen und Statuen, sind die Jardins de la Fontaine einer der ersten öffentlichen Gärten Europas. Sie wurden im 18. Jahrhundert auf der antiken Stätte der Quelle, die vom Magneturm bis zum Dianatempel reicht, erschaffen.

Warum zeigt das Stadtwappen von Nîmes ein Krokodil an der Kette? Weil Octavius Kleopatra besiegt hat, lautet die Antwort – und verweist damit auf eine Epoche, die der Region rund um Nîmes bis heute ihren Stempel aufgedrückt hat: die Römerzeit. Die Herkunft des Stadtwappens reicht bis zu den römischen Kämpfen im alten Ägypten zurück. Im Jahr 31 vor Chr. besiegte Oktavius die Flotte Antonius‘ und Kleopatras in Actium und sicherte sich so die Herrschaft über das Königreich am Nil: Der neue Herrscher war nun Augustus. Dieses Zeichen ist in Nîmes immer wieder zu sehen. An Pollern, auf Pflastersteinen u.a.

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Kathedrale

Das gegen Ende des 1. Jahrhundert n. Chr. erbaute Amphitheater von Nîmes hat den gleichen ovalen Grundriss wie das Kolosseum von Rom. In der Antike konnten hier mehr als 24.000 Zuschauer in den Sitzreihen Platz nehmen, um Jagd- und Kampfspielen mit Tieren oder Gladiatoren beizuwohnen. Die Sitzreihen verteilten sich auf 34 Ränge die in insgesamt vier autonome Zonen aufgeteilt wurden. Jede dieser Zonen verfügte über eine Galerie und hunderte Stufen sowie über Vomitorien. Durch diese sollten Verstopfungen durch einen hohen Zustrom an Zuschauern verhindert werden. Heutzutage ist es Tradition, sich im Amphitheater von Nîmes einen Stierkampf anzusehen. Daneben finden aber auch regelmäßig Vorstellungen und Konzerte mit den bekanntesten französischen und internationalen Künstlern statt.

Read more at: http://de.france.fr/de/sehenswert/das-amphitheater-von-nimes

 

Am Montag, den 17.10.2016 ging nach einer Programmänderung die Fahrt nach Arles.Römische Kultur und romanisches Erbe prägen das Stadtbild und die Geschichte von Arles. Arles war die zweitgrößte Stadt des römischen Imperiums. Ein halbes Jahrhundert später entwickelte sich Arles zu einem religiösen Zentrum.Arles ist aber auch die Stadt Vincent van Goghs. Er zog im Februar 1888 nach Arles. Hier schuf er seine bekanntesten Werke. Zusammen mit Paul Gauguin wollte er eine Künstlerkolonie gründen.161015 Provence u5.jpg161015 Provence u6.jpg

Arles
Auf dem Weg nach Saintes Maries de la Mer, den bekannten Zigeuner-Wallfahrtsort, und Aigues Mortes erlebte ich einen der Höhepunkte dieser Reise. Die Fahrt durch die Camargue, mit ihren weißen Pferden auf den Weiden sowie die schwarzen Stiere. Diese Tiere leben wild auf großen Arealen. Sie ernähren sich selbst, werden von niemanden gefüttert. Die Pferde sind unbeschlagen. Ich dachte immer, das gibt es nur im Fernsehen. Aber es war einfach nur schön durch diese Landschaft zu fahren. Es war plötzlich alles so  flach und eine völlig andere Vegetation.
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Diese zwei kamen ganz dicht an den Zaun heran um sich fotografieren zu lassen. An dieser Stelle gab es einen Zaun zur Straße hin, um die Tiere zu schützen. An anderen Stellen gab es nur tiefe Graben, damit die Tiere nicht auf die Straße laufen können.

 Der Camargue Stieraus dem www. geliehen
Die Fahrt ging vorbei an herrlichen Salzgärten und kleinen Seen, in denen Flamingos nach Futter suchten. Eine Landschaft, wie im Bilderbuch.
Saintes-Maries de la mer ist  ein internationaler Wallfahrtsort, zu dem jedes Jahr Tausende von Gläubige pilgern. Doch auch für ganz weltliche Touristen lohnt sich zumindest ein Abstecher nach Saintes-Maries. Der Ort, der Heimat für etwa 2500 Seelen ist, liegt  mitten im Naturpark Camargue. Das erklärt auch die äußerst dünne Besiedelung. Auf einen Quadratkilometer Fläche kommen hier nur knapp sieben Einwohner. Ideal für alle, die im Urlaub Ruhe und Einsamkeit suchen.Die Wallfahrt am 24. und 25. Mai lockt Jahr für Jahr viele Roma aus der ganzen Welt an, die die Schreine der heiligen Maria Jakobäa und der heiligen Maria Salome verehren. Beide Schreine wurden im Jahr 1448 gehoben und sind seitdem das Ziel der Pilger. Das Wissen um die Schreine hatte Saintes-Maries aber schon im 12. Jahrhundert zu einem Ort der Wallfahrt gemacht.

 

Schnell noch….

ein paar Blätter gekehrt, gesaugt, aufgehoben. Nun ist er da, der Herbst und wir ärgern uns über die doofe Eiche auf dem Nachbargrundstück, deren Blätter zu uns rüber wehen. Eigentlich wissen wir das ja schon seit Jahren, aber immer wieder kommt so etwas hoch. Ich denke, das liegt daran, dass die Nachbarin das ganze Jahr nichts im Garten macht. Wir hegen und pflegen und hinter der Hecke liegt alles im Schlaf. Selbst der Rasen wird alle 4 Wochen von einem Gärtner im Schnelldurchgang gemäht – es ist gar kein Rasen – es ist eine Wiese. Aber nichts desto trotz, unser Grundstück ist im Moment sauber. So können wir unsere kleinen Koffer packen und morgen früüüüh (06.00 h) ganz entspannt in den Bus einsteigen und uns Richtung Provence fahren lassen. Das Wetter dort soll recht gut werden. Alors, a bientôt, bon journee, un agréable week-end

Rollenspiel

Es war einmal ein König (ich), eine Königin (6jährige Enkelin) und eine Prinzessin (4jährige Enkelin). Sie lebten glücklich und zufrieden in ihrem Königreich. Der König war bei seinen Untertanen und seinem Gesinde sehr beliebt. Er liebte seine Frau Gemahlin sowie die Prinzessin von ganzem Herzen. Sie waren stets sehr beschäftigt mit dem Regieren und dem Instandhalten in ihrem Königreich. Eines Tages sagte der König zu seiner Gemahlin: „Frau Gemahlin, was hälst du davon, wenn wir für unsere Prinzessin einen Prinz suchen, damit wir mehr Zeit für uns haben und auf Reisen gehen können?“ Die Königin antwortet: „Das ist eine hervorragende Idee, mein lieber Gemahl. An wen hast du denn gedacht?“ Da kommt die Prinzessin herbei geeilt und ruft ganz aufgeregt: „Ich habe schon einen Prinzen. Mein Prinz ist Opa. Ich werde Opa heiraten.“ Diese Aussage wurde ein wenig von den Eltern belächelt. Nun gut, dann wollte sich das Königspaar diesen Kandidaten mal anschauen. Er war groß, kräftig und sehr sanftmütig. Nach seinem Besitz bzw. Reichtum gefragt, prahlte er mit einem Schloss, mehreren Truhen Gold und Geschmeide sowie einem großen Pferdegestüt. „Oh, das hört sich gut an“ meinte der König. Er schickte seine Gesandten aus um Näheres über diesen Prinzen zu erfahren. Aber es kam nichts Gutes dabei heraus und so schied er als Prinzgemahl aus. Da hatte das Königspaar aber nicht mit der Prinzessin gerechnet. „Ich heirate meinen Prinzen, ob reich oder arm. Fertig aus, Basta.“
Nun, da konnten die Königin und der König nicht mehr dagegenhalten. „Wichtig ist, dass die Beiden glücklich sind.“ Und das waren sie. Sie drückten und sie herzten sich, dass einem das Herz aufging. Es wurde eine große Hochzeit im Schlosspark gefeiert.

Nach ca. 2 Wochen meinte der König, „so Frau Gemahlin, nun könnten wir doch mal an eine Reise denken. Was hältst du davon?“  „Ohh, das ist eine wunderbare Idee.“ Es wurde gepackt und das Gesinde angewiesen, das Schloss in Ordnung zu halten. Zur Prinzessin und ihrem Gemahl sprachen die Beiden „so liebe Kinder, wir gehen nun auf Reisen, ihr werdet nun für 2 Wochen das Königreich regieren, keinen Unfug machen und nicht so viel Geld ausgeben.“

Als sie sich zur Kutsche mit den 6 Pferden begeben, fängt die Prinzessin herzerweichend zu weinen „ich will nicht, dass ihr wegfahrt und schon gar nicht nach Amerika. Ich will nicht mit dem Prinzen da alleine sein.“

So entschieden sich der König und seine Frau Gemahlin auch zu Hause zu bleiben. Alles war wieder gut.

Und wenn sie nicht gestorben sind…… dann leben sie heute noch gesund und munter und freuen sich auf den nächsten Besuch im Königreich.

Wieder gut gelandet

Nach knapp zwei Wochen Atlantikküste sind wir wieder gesund und munter zu Hause angekommen. Wir hatten eine schöne Zeit mit der Familie, bei kleinen Ausflügen, bei gemeinsamen Mahlzeiten, Arbeiten im Garten und Haus, Einkäufen, Begleiten der Enkeltochter zur Schule sowie in den Musikunterricht. Der Hit war diesmal der Kindersitz im Opa-Tüta. Da wir einen neuen Kindersitz nach Frankreich transportiert haben, konnten wir den ausgedienten bzw. rausgewachsenen Kindersitz in unserem Auto installieren. So hatten wir mehrmals die Gelegenheit eines der Mädchen zu transportieren, z.B. zur Schule, zum Hausschuhe kaufen oder die kleine Maus, die einmal mit der Oma zum Einkaufen fuhr, damit wir zu Hause „aus den Füßen waren“. Nicht zu vergessen, der gemeinsame Geburtstag von mir und der Tochter, die ihren 30. feiern durfte. Aus diesem Anlass luden wir die gesamte Familie am Wochenende zu einem köstlichen Mittagessen ins Restaurant ein. Super lecker – so richtig französisch eben. Mehrere Besuche am Strand zum Muschelnsammeln und Füße ins Wasser halten, standen auf dem Programm. Da die Kinder morgens in der Schule waren, konnten wir mal ein wenig erzählen, etwas erledigen oder beim Winterfestmachen der Gartenmöbel und Geräte helfen. Es war wieder so richtig schön. Wir mussten unseren Mädels versprechen, an Weihnachten wieder da zu sein, da hätten sie ja Ferien und viel mehr Zeit für uns.

Wir wohnten diesmal in einem kleinen Ferienhaus, welches fußläufig vom Pfarrhaus zu erreichen war. So konnte das Opa-Tüta im Hof stehenbleiben und wir mussten nicht mehr zwischen zwei Orten hin und her fahren. Sehr bequem und entspannend. Wurde für Weihnachten gleich reserviert. Nun sind wir seit drei Tagen wieder zu Hause, müssen uns aber immer noch orientieren. So richtig Lust auf irgendetwas hat sich noch nicht eingestellt. Am Wochenende starten wir ja unsere nächste Reise in den Süden von Frankreich. Für fünf Tage sind wir wieder mit dem Freundeskreis Le Teil und unserer Heimatgemeinde unterwegs. Bericht folgt.

Bilder vom Urlaub gibt es nächste Tage – versprochen!

Wieder zu Hause

Nach einem entspannten „Urlaub“ im Lande der Franzosen bzw. bei unseren „Kindern und Enkelkindern“ an der Atlantikküste sind wir wieder wohlbehalten zu Hause angekommen. Wir hatten eine Menge Erlebnisse im Gepäck, die wir nun so langsam noch einmal auf uns wirken lassen bzw. durch Berichten und Erzählen bei Freunden und Bekannten sowie Nachbarn. Auf dem Hinweg übernachteten wir in Amboise. Dort steht ein schönes Schloss mitten in der Stadt und Blick auf die Loire. In der kleinen Hubertuskapelle dort im Park liegt Leonardo da Vinci begraben. In der Nähe kann man das Schlösschen Lucé besichtigen. Hier hat Leonardo seine letzten drei Jahre verbracht. Das Schloss ist bestückt mit Aufzeichnungen, Planungen und Modellen aus seiner Zeit. Es ist unglaublich, was dieser Mann schon alles in seinem Kopf hatte, was Jahrhunderte später erst verwirklicht wurde. Im Garten stehen Exponate bzw. Nachbauten seiner Aufzeichnungen. Ganz irre, alles anzusehen. Da es an diesem Vormittag einen heftigen Regenschauer gab, konnten wir nicht alles ansehen und haben uns auf den Weg ins Pfarrhaus an der Küste gemacht.Dort wurden wir natürlich mit „offenen Armen“ empfangen. Die Mädels waren ganz aus dem Häuschen nun Oma und Opa für 2 Wochen bei sich zu haben, zumal sie auch noch Ferien hatten. Allerdings nächtigten wir wieder in „unserer“ Ferienwohnung bei Jeanette und Jean-Yves. Auch die Beiden freuen sich immer, wenn wir ihre Gäste sind. Die zwei Wochen gingen jedoch so schnell vorbei, obwohl wir gar nicht soviel unternommen haben. Spielplatz, Strand, Eisessen, Spiele machen, im Garten toben, die Pferde füttern, Marktbesuch und Einkäufe, malen und lesen. Die Mittagspausen nutzte ich, mit der großen Enkeltochter allein zu sein. Wir lasen uns gegenseitig etwas vor (bis Oma schlief), schrieben und ich brachte ihr bei, wie man eine Schleife bindet, speziell an ihren Schuhen. Da sie ja ein kleiner Tausendsassa ist, hat sie das ganz schnell kapiert, aber danach täglich ein paar Minuten geübt. Sie war so stolz und meinte, das wird auch die Lehrerin freuen. Außerdem stand noch der Erwerb unsere Weihnachtsgeschenks an. Das Kaufen der neuen Gartengarnitur. Tochter und Schwiegersohn hatten im Vorfeld schon etwas ausgesucht, wir schauten es auch noch einmal an und dann wurde sie gekauft. Den Tisch konnten sie mitnehmen und die Stühle wurden in einem anderen Laden bestellt.Mittlerweile sind diese auch eingetroffen. Der Sommer kann kommen. Ein Highlight für die beiden ist immer noch ein Schaumbad mit Oma. Wir schrubben uns gegenseitig und haben ganz viel Spaß in der Badewanne. (Der Platz ist mittlerweile sehr grenzwertig). Nach diesen zwei Wochen machten wir uns Samstag auf den Weg Richtung Saarbrücken. Dort warteten schon die Kommilitonen vom Großen. Die hatten morgens einen Ausflug in Mettlach begonnen, haben dort Villeroy & Boch besucht, sind die Saarschleife entlang gefahren und in Saarbrücken angekommen. Dort trafen wir dann auch ein. Es gab dem Check-Inn einen Rundgang durch die Innenstadt mit Schloss, Fußgängerzone, Saar-Spazierweg u.a. Das Abendessen nahmen wir in einer kleinen Brauerei in der Altstadt ein. Man empfahl uns dort das saarländische Nationalgericht „En Gefillde“

https://www.urlaub.saarland/Reisethemen/Genuss-im-Saarland/Typisch-saarlaendische-Rezepte/Gefillde

Man war das lecker. Den werden wir bestimmt hier zu Hause auch einmal nachkochen. Nach dem wir gut gegessen, gutes Bier genossen und ganz viel erzählt haben, traten wir den Fußweg zum Hotel an. Hier fielen wir gleich in die Betten. Am Sonntag Morgen gab es ein gemeinsames Frühstück und dann starteten wir nach Völklingen zum Weltkulturerbe „Völklinger Hütte“. https://www.voelklinger-huette.org/de/weltkulturerbe-voelklinger-huette/

Was für ein tolles Erlebnis. Wie gigantisch. Wir hatten gar keine Vorstellung, was wir dort zu sehen bekamen. Nach diesem ereignisreichen Vormittag noch ein kleines Mittagessen und dann kam der Abschied und wir fuhren Richtung Zuhause. Auf jeden Fall werden wir diese Treffen beibehalten. Eins ist bereits für Anfang Sept. geplant. Die Männer kennen sich nun seit 43 Jahren, vor 40 Jahren machten sie ihr Examen zusammen. Wir sehen uns, wenn es klappt 1-2 mal im Jahr. Es ist immer wieder schön. Nun hat uns der Alltag schon wieder eingeholt. Wir haben ein paar Termine abgearbeitet, den Garten auf Vordermann gebracht, den Großen zum Zahnarzt gefahren (Zahn muss nächste Woche raus- Aua).

Jetzt freuen wir uns auf gutes Wetter und den Sommer, denn da kommt die Familie aus Frankreich auf Heimaturlaub.

(wenn ich etwas mehr Zeit habe, kommen noch ein paar Fotos)