Ich muss Dir mal eine Story

erzählen meinte meine ältere Freundin Margret vergangene Tage am Telefon. Ich wollte eigentlich von ihr wissen, wie es ihr geht. Sie kann sich nur sehr schlecht von der Grippe erholen. Helfen will sie sich allerdings auch nicht lassen. Wenn ich ihr mal ins Gewissen rede, dass sie ihre Kräfte einteilen soll, sie ginge schließlich auf die 80 zu, meint sie „du redest schon wie mein Sohn, aber auf den höre ich ja auch nicht.“ Nach gut, dann eben nicht.

Aber nun zur Story. Margret hat im November Geburtstag und wir schenken uns immer eine Kleinigkeit. Da ich an diesem Morgen gerade bei Blumen R….e unterwegs war, gefiel mir ein kleines Gesteck mit einer weißen Orchidee, kleinen beleuchteten Kugeln, ein wenig Glitzer und ein süßer Engel. Die Freude war bei der Übergabe sehr groß. „Das stelle ich mir auf meinen Kaffeetisch zum Frühstück und abends nehme ich es mit ins Wohnzimmer“, war ihr Kommentar. Sie pflegte es mit Hingabe und goss es regelmäßig mit ein paar Tropfen Wasser bis zum 31.01.2018. An diesem Morgen wunderte sie sich, dass sich die Blume überhaupt nicht verändert hat und fasste sie an. Das kann doch nicht sein, dachte sie für sich, du siehst ja verdammt echt aus.

Diese Story wurde mir bei dem Telefonat erzählt. Ich war zuerst entsetzt und meinte „ich würde dir doch nie und nimmer eine unechte Blume schenken, das kann doch gar nicht sein“. Wir amüsierten uns köstlich, dass wir so reingefallen bzw. uns haben so täuschen lassen. Margret erfreut sich weiterhin an diesem Gesteck und ist froh, dass sie es nicht mehr gießen muss. 🙂

Beim nächsten Blumenkauf: Augen auf

Advertisements

Vor 40 Jahren

…da waren wir sehr aufgeregt. Es war der Fastnacht-Freitag. Der Große hatte Geburtstag und wir hatten am 03.02.1978 um 11.00 Uhr einen Termin auf dem Standesamt. Als meine Eltern morgens anreisten, wunderten sie sich, dass in der gesamten Stadt Fahnen aufgehängt waren. Die Straßen geschmückt und sauber. Wir erzählten ihnen dann, dass  für städtische Angestellte, die heiraten,  immer so ein Aufwand betrieben würde. Das hat sie sehr gefreut. Nach der Trauung lösten wir jedoch dieses Rätsel auf. Die Straßen waren für den Fastnachtsumzug am Sonntag so hergerichtet.

Es war so eine schöne Trauung mit all meinen damaligen Arbeitskollegen, den Standesbeamten durfte ich mir aussuchen. Ich mochte diesen Kollegen sehr und er machte es sehr persönlich und ein wenig fröhlich. Abends feierten wir in großem Kreis mit Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen unsere Hochzeit.

bty

Hier standen wir am 04.02.1978 vor dem Altar. Es war eine ökumenische Trauung, die erste damals in unserem Ort. Links neben mir mein Papa, der an diesem Tag seinen 50. Geburtstag feierte. Er wäre nun 90 Jahre alt geworden. Am Sonntag werden wir eine dicke Kerze für ihn anzünden.

bmd

Wenn wir uns diese 40 Jahre vor Augen halten, wundern wir uns, wo die Zeit geblieben ist und wenn man die Jahre durchgeht, stellt man fest, dass man so Vieles miteinander erlebt hat. Es gab so vieles Schönes und Trauriges, wir haben wunderschöne Reisen gemacht, über die wir heute noch reden. Wir haben nach 9 Jahren Ehe eine wunderbare Tochter bekommen, die uns heute mit ihrem Ehemann und den zwei Mädchen sehr glücklich macht. Wir haben ganz tolle Freunde, mit denen wir schon ewig zusammen sind. Mit  allen haben wir deren Hochzeiten gefeiert und die Kinder groß werden sehen.

Wir sind zu dem Schluss gekommen, wir würden, wenn auch nicht alles, wieder so machen. Wir sind zufrieden, so wie es war und ist. Seit fünf Jahren genießen wir unsere gemeinsame Rentnerzeit und das ist sehr schöööön.

Meine/Unsere Geburtstagskarte

war der Hit. Ich habe mir von einer jungen Frau in unserem Ort wieder eine individuelle Geburtstagskarte klöppeln lassen. Sie bastelt die Karten nach eigenen Wünschen. Wir brauchten diese ja für den 70. Geb. Gewünscht wurde „Knete“ zur Unterstützung der nächsten Reise. Wunderbar, da musste ich mir wenigstens keine Gedanken machen und in der Gegend umherlaufen um ein Geschenk der Begierde zu kaufen. IMG_20180116_181653.jpgIMG_20180116_181720.jpgDieser kleine Koffer hatte zwei Magnetverschlüsse. Da war die Knete sicher aufbewahrt. Während der Feier wurde ich mehrmals gefragt, wo ich denn diese tolle Karte erstanden habe. Ich lüftete mein Geheimnis und machte Werbung. Die Schwester der Gastgeberin zeigte mir ihre Karte, für die sie im Zeitschriftenladen 7,– € bezahlt hatte. „Doof“ war mein erster Gedanke und das meinte sie dann selbst. „Du musst mir unbedingt die Adresse geben“.

Die Gestalterin stand auch auf dem Weihnachtsmarkt mit einem Stand sowie 3 Wochen vorher auf dem Kreativmarkt. Sie hat nun gut zu tun. Die Weihnachtskarten, die ich dort gekauft habe, um sie an besondere Menschen in Frankreich zu senden, waren ebenso schön. Ich habe zwei Karten verschickt und habe zwei Karten zurückbekommen.

 

Schöner Abend

Am Mittwoch Abend waren wir zu einem 70. Geburtstag eingeladen. Eine sehr gute und langjährige Wegbegleiterin feierte diesen im neuen Rüsselsheimer Bräu. Ein riesiges Hotel mit Restauration. Es gab vorneweg Brezel mit Spundekäs, Handkäs kleingeschnitten und einen Frischkäseaufstrich, dann ein Rindfleischsüppchen (ohh wie lecker), zwei Gerichte zur Auswahl, nämlich Rindergulasch in Dunkelbiersoße, dazu Spätzle und Gemüse oder Schnitzel mit Bratkartoffeln und Grüner Soße sowie einen Salat. Ich bestellte mir den Gulasch und muss sagen, ich habe heute noch diesen grandiosen Geschmack im Mund. Mann war der lecker. So ein richtiger, stundenlang geschmorter Gulasch. Allein deswegen würde ich bald wieder hingehen. Der Große bestellte sich das Schnitzel. Er fand es auch gut, aber konnte es eigentlich in seiner derzeitigen Situation (zahntechnisch) nicht so gut beißen. Zum Nachtisch bestellten wir uns Apfelstrudel mit Vanillesoße und Sahne. (war nicht so prickelnd, da Fertigprodukte). Es war ein geselliger, lustiger und unterhaltsamer Abend. Wir haben wieder Personen gesehen, die man länger nicht zu Gesicht bekam.  Beim Nachhausegehen machte ich ein Bild von den Braukesseln, so richtig schön glänzende Kessel. Nebendran war ein Tisch mit 4 Herren besetzt. Beim Rausgehen sah ich noch einmal  hin und erkannte „Herrn Wilsberg“, also den Schauspieler Georg Lansink. Ich guckte nochmal und nochmal, aber er war es. Ich winkte ihm und er winkte zurück. „Ich bin ein Fan von Ihnen Herr Wilsberg“. „Danke, das freut mich sehr“, meinte er. Als ich vor die Tür trat, meinte der Große „Wen hast du denn da getroffen?“ Antwort: „Herrn Wilsberg“. „Ja, witzig“ war sein Kommentar. Eine Dame meinte dann noch zu ihrem Mann, siehst du, ich hatte doch Recht. Zu Hause googelte ich gleich mal, warum er sich in Rüsselsheim aufhielt. Er sollte am folgenden Tag in einer Komödie im Stadttheater spielen. Der Veranstalter sagte jedoch die Vorstellung ab. Schaaade. Da hätte ich evtl. versucht noch eine Karte zu bekommen.bty

Wenn man genau hinschaut, sieht man Herrn Wilsberg neben dem Kupferkessel sitzen. So hatte ich das Bild jedoch nicht beabsichtigt.

Man kann nicht früh genug anfangen

mit dem Zusammentragen der Adventskalender für die Mädels.

„Oma, machst du uns im nächsten Jahr auch wieder so einen schönen Adventskalender?“ war die Frage beider Mädchen während ihres Besuchs.

„Hat euch der gefallen, oder was hat euch besonders gefallen?“

„Es war alles so schön, aber die große Tüte Gummibärchen war ganz toll. Da konnte Mama nämlich nicht sagen, dass es nur soviele gibt, wie in die Hand passen. Diese Tüte war für uns (für jede) ganz allein. Du hast immer gute Ideen, Oma. Dir werden bestimmt wieder schöne Dinge einfallen.“   Das Fazit beider Mädels.

Heute war ich wieder einmal kurz in der Opelstadt etwas erledigen. Da fiel mir in einem Laden etwas auf, was ich schon einmal kaufen könnte. Ruck zuck hatte ich ein paar Dinge gefunden. Letzte Tage war ich schon einmal auf Schnäppchensuche. Und schon hat mich das Fieber wieder gepackt. Es macht Spaß und ich denke, solange ich es kann und die Mädchen es möchten, werden wir das beibehalten. Und bis zum Sommer, wo sie evtl. wieder zu Besuch kommen, möchte ich 48 kleine Dinge zusammen getragen haben, denn dann kann die Tochter sie wieder mitnehmen und wir haben das viele Porto gespart.

Alle Spuren beseitigt

.. aber ganz viele Erinnerungen an die gemeinsamen Tage.

Vergangenen Freitag machte sich die Familie wieder auf den Weg nach Frankreich. Der Kater jaulte in seiner Box (ob er auch nicht nach Hause wollte?), alle traurig, weil diese paar Tage so schnell herum gegangen sind, aber dennoch glücklich, dass wir zusammen sein konnten. Um 09.10 h starteten sie mit vollbepacktem Auto und um 21.00 h kamen sie gut am Ziel an. Wenn auch nun bereits alle Spuren beseitigt sind und alles wieder an seinem Platz steht, haben wir wunderschöne Erinnerungen, von denen wir nun ein paar Wochen zehren können. Diese sind: Bescherung am wunderschönen Weihnachtsbaum, schöne kleine Geschenke, die Mädels im Päckchenrausch, harmonisches Beisammensitzen am Ofen (die Aufgabe übernahm der Schwiegersohn), leckere Mahlzeiten, Mittagsruhe auf dem Dachboden (unser Wohnzimmer), wir nicken ein wenig ein und die Mädels dürfen fernsehen. Die Eltern ruhen im Erdgeschoss. Kaffeetrinken mit spielen verbinden. Für die Kleine gab es ein neues Spiel zu Weihnachten. Es heißt Fuchsalarm. Es musste einmal am Tag mindestens gespielt werden und es war ein lustiges Spektakel. Rummycup und Kniffeln (Würfeln) standen natürlich auf dem Programm. Kniffeln kannten sie nicht und das wurde dann ausgiebig gespielt und gelernt. Das neugeborene Baby der Patentante wurde besucht.  „Oma, der ist so klein und soooo süß“, war der Kommentar meiner „großen“ Mädels. Spazierengehen konnten wir während der gesamten Zeit nur zweimal. An einem Spätnachmittag machte sich ein Teil der Familie auf den Weg und schaute sich die beleuchteten Häuser im Ort an und der andere Spaziergang führte in den Wald. Die Kleine wollte zu den Wildschweinen. Man da war ja die Hölle los im Wald. Für die Wildschweine gab es das reinste Weihnachtsmenue. Fast jeder hatte eine Türe mit irgendwelchen Essensresten dabei. Das Areal der Tiere ist zur Zeit so nass und morastig. Für sie wahrscheinlich ein Paradies. Aber beim Kampf um die besten Stücke spritze jedesmal der Morast auf die Besucher. Wir schauten diesem Spektakel nur zu. Dann noch einmal Waldspielplatz, an den konnten sie sich noch erinnern. Im Sommer waren wir auch hier. Es war nicht so nass, wie wir dachten. Aber auch hier viele Besucher. Da sah man auch gleich, dass viele Papas Urlaub hatten und diese Zeit mit ihren Kids nutzten. Ansonsten haben wir es uns gemütlich gemacht, viel erzählt, ganz viel gelacht. Jetzt denken wir oft an die schönen Tage, die gemeinsamen Mahlzeiten, das Musizieren und Singen. Heute sind sie schon eine Woche wieder zu Hause. Die Kinder gehen in die Schule und der Alltag hat alle eingeholt. Auch hier läuft der normale Betrieb wieder an, mit Turnstunde, Physiotherapie für den Großen, Zahnarzt (am 5.1. musste ein Zahn extrahiert werden). Nun hat er noch ein paar weitere Besuche dort in Aussicht.

PS: da fällt mir noch ein, dass das von mir erstellte Fotobuch über die Sommerferien sehr gut bei den Kindern angekommen ist. Sie haben es sich immer wieder angeschaut und waren total begeistert. Da freut man sich und die aufgewendeten Stunden der Auswahl und des Hochladens sind somit vergessen. Es ist eine schöne Erinnerung und sie werden sich an diesem Buch noch viele Jahre erfreuen.

Es ist so schön

alle hier bei uns zu haben. Bei diesem beschi…… n Wetter machen wir es uns hier so richtig gemütlich. Gutes Essen, der Ofen brennt und verleiht eine schöne Wärme, viele Spiele mit den Kindern, Gespräche und einfach nur Spaß haben. Als Oma bin ich natürlich im Moment sehr gefragt. Hilfe beim Anziehen, Kämmen, Zöpfe richten, Hustensaft verabreichen, nachts Hustenbonbons suchen, kuscheln bis die Maus wieder eingeschlafen ist, ein Wannenbad mit zwei weiteren Insassen, malen, Bilder bewundern, in der Kinderküche ein Mittagessen einnehmen und den Kaffee genießen. Abends das Duschbad erledigen und das ins Handtuch eingewickelte Kind auf dem Schoß wiegen und ein wenig Baby spielen. Aber auch ganz viele Drückis erhalten und Küsschen bekommen. Einfach nur schöööön, dass sie da sind. Jeder hustet oder schnupft ein wenig anders, aber es wird Medizin herausgesucht, Hühnersuppe warm gemacht und Obstsalat mit ganz vielen Vitaminen geschnippelt. Auch der Kater fühlt sich hier wieder wie zu Hause. Er weiß genau, wen er anbetteln muss, um Leckerli zu bekommen. Er genießt das Sitzen auf der Fensterbank zum in die Welt schauen oder schlafen, denn unter der Fensterbank ist die Heizung an. Das ist sooo gemütlich.

Unterwegs

Heute Morgen schrieb die Tochter um 8.10 h, dass die Mädels ruckzuck angezogen waren (so schnell wie nie). Natürlich, es geht ja auch zu Oma und Opa. Ihr Mittagessen haben sie schon intus. Von dort kam auch die erste Nachricht. McD in Blois wurde angesteuert. Von dort sind es dann noch 694 km. Auf der Autobahn ist nicht viel los, obwohl heute schon ein ganz normaler Arbeitstag in France ist (außer im Elsass). Der Kater hat sich seinem Schicksal ergeben und aufgehört zu jammern, so verstehe ich zumindest die Nachricht. Er hasst Autofahren, aber er hat keine andere Wahl; entweder mitfahren oder 10 Tage aufs Haus aufpassen und einmal am Tag von Nicole Besuch bekommen. Wenn er hier aus seiner Box steigt, wird er sicher froh sein, dass er mitgekommen ist.

Ich haben fertig

Alles eingekauft, Betten bezogen, vorgekocht, geputzt, Geschenke eingepackt und den Baum geschmückt. Gestern Abend fiel ein Felsbrocken von mir, als ich den letzten Einkauf verstaut hatte. Da meinte ich zum Großen „heute Abend haben wir uns aber mal ein Fläschchen Wein verdient“. Das ließ er sich nicht zweimal sagen und sauste (so schnell es ging) in den Keller. Nach oben kam er mit einer Flasche Gewürztraminer aus dem Elsass.  Wer sich erinnert, der erwachsene Sohn unseres Schwiegersohns machte mit seinem Cousin eine Tour von Straßburg zu uns. Die Eltern hatten sich so gefreut, dass wir die zwei hier aufgenommen haben und alles so gut geklappt hat. Dieses Fläschchen wurde gestern Abend geköpft. Normalerweise bin ich ja ein Freund von halbtrocken oder trockenem Wein, aber dieser Wein hat mich total umgehauen. Man was war der gut. Der Große ist während der Fernsehsendung eingenickt, da konnte ich mir klammheimlich schnell das eine oder andere Schlückchen nachschenken. Die Flasche war so schnell leer. Heute Morgen haben wir gleich mal nachgeschaut, ob wir ihn noch käuflich erwerben können. Leider gibt es diesen Jahrgang (2008) nicht mehr. Aber das macht nichts. Dann werden wir im neuen Jahr den ältesteten Jahrgang bestellen, nämlich 2011 und ihn ein wenig liegen lassen.