Mama weisst du noch

…als Oma uns immer einen Adventskalender gemacht hat? Das war schön.“ Das meinte unsere kleine Enkeltochter letzte Tage. Wenn die wüsste, dass Oma die Adventskalender für beide Mädchen schon im Sommer ihrer Mama mitgegeben hat. Ja, ihr lest richtig. Ich fange ja schon immer gleich im neuen Jahr an, Kleinigkeiten für die Kalender zu sammeln. 2 x 24 kleine Überraschungen, gar nicht so einfach, es soll ja auch nicht jedes Jahr dasselbe sein. Als die Familie im Sommer bei uns Urlaub machte, schauten die Tochter und ich einmal in die Schatzkiste und stellten fest, dass bereits 48 kleine Überraschungen darin enthalten waren. Also wurden die Beutelchen zusammengestellt für Groß und Klein, in einen Karton verpackt und für die Abreise bereitgestellt. Man was war ich froh, dass ich das nun aus den Füßen hatte (so sagt man hier).

Die zwei werden sich hoffentlich freuen, wenn es am 1. Dezember losgeht.

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Man kann ja mal fragen…

und dann noch Erfolg haben.

Vor ein paar Tagen meinte der Große „den dunklen Anzug ziehe ich in diesem Jahr aber nicht an Silvester an. Den habe ich schon auf so vielen Beerdigungen angehabt in der letzten Zeit, da habe ich keine Lust drauf“. Verständlich

Da er noch einen dunklen Blazer besitzt, aber seit dem Rentenalter keine oder nur eine Stoffhose, musste nun eine graue Hose her. Normalerweise fahren wir dafür nach Stockstadt, Richtung Aschaffenburg. Wir sind 40 Minuten unterwegs, Parkplatz direkt vor der Tür und eine Riesenauswahl für alle Figuren, die das Leben so formt. Groß, klein, dick und dünn. Es gibt keine Größe dort, die es nicht gibt. Da haben wir schon Kunden gesehen, man glaubt nicht, dass die etwas zum Anziehen finden.

Der Große hat die Größe 110/114. Groß und schlank. Kaum ein Herrenausstatter hat diese Größen vorrätig oder nichts, was man sich neu zulegen möchte. Im Sommer z.B. gibt es oft schwarze Hosen u.ä.

Als er in der Reha weilte, stellte ich mal einen Einkauf zusammen und bestellte 4 Hosen zur Auswahl. Er war hoch erfreut und voller Erwartung. Zwei Tage nach meiner Bestellung kam von besagter Firma ein Flyer mit Rabattaktionen für Herrenhosen in Höhe von 20%, 15% und 10%. Natürlich zur Vorlage im Modehaus. Nun haben wir uns für 2 Hosen entschieden und 2 wieder zurückgesandt. Gestern habe ich eine freundliche e-Mail an besagte Firma geschrieben. Das wir aus bestimmten Gründen diesmal nicht vorbei kommen können, uns jedoch über einen kleinen Preisnachlass für 2 Hosen freuen würden. Schließlich sind wir ja auch Stammkunden. Am Abend kam eine e-Mail zurück. Man gewährt uns einen Rabatt über 10€. Ich war ganz happy. So ist zumindest das Kürzen einer Hose in der Änderungsschneiderei schon umsonst.

Der Große war total erstaunt, auf diese Idee wäre er gar nicht gekommen und wahrscheinlich hätte er auch nicht gefragt.

Wenn der Postmann zweimal klingelt…..

dann kommen Päckchen von Oma und Opa im Pfarrhaus an der Küste an.

Wenn ich einkaufen gehe, schaue ich immer wieder ob ich etwas nettes für meine Mädchen finde. Bevorzugt mit Glitzer und Steinchen usw. Da wir ja in diesem Jahr nicht mehr gen Westen fahren, musste ich ein Päckchen schnüren mit all den schönen Dingen, die sich über ein paar Wochen hier angesammelt hatten. Glitzer-Leggins, Buch, Schleich-Tiere, Hose, Shirt und Strickjacke für die Große. Was zu lesen von der Sparkasse und als Highlight eine Schildkröte (bei uns werden diese Tiere Schröttötö genannt) vom Weltspartag. Die Tochter bestellte noch etwas bei den Amazonen an unsere Adresse, was noch in das Päckchen hineinkam. Mein bevorzugter Paketdienst ist die Firma DPD hier bei uns vor Ort. Bei denen geht es immer Ruckzuck. Freitag abgegeben. Gestern war es schon da. Auf die Frage was denn da drin sei, antwortete die Tochter „was für dich, was für deine Schwester und eine Kleinigkeit für mich“. Da meinte die kleine Mademoiselle „in den Päckchen ist nie etwas für Papa drin“. Oh man, da hat sie mich doch eiskalt erwischt. Darüber habe ich mir nämlich auch Gedanken gemacht, aber da war das Päckchen schon zugeklebt. Aber dann passierte etwas, was die ganze Familie in Hochstimmung versetzte. Es klingelte noch einmal an der Tür und ein anderer Paketbote brachte ein Paket mit Lebkuchen aus Nürnberg. Da wir wissen, wie gern sie alle diese Lebkuchen essen, haben wir ein kleines Paket von der Firma Lebkuchen Schmi… in Nürberg packen lassen und es direkt dorthin versandt. Das Porto war fast teurer, wie der Inhalt, aber das war uns die Sache wert. Außerdem fahren wir ja nicht hin und das würde entschieden teurer. Die Tochter erzählte mir am Telefon, dass sie Tränen in die Augen bekam, als sie das Wort LEBKUCHEN auf dem Paket stehen sah und war ganz gerührt. Der Paketbote war ein wenig konsterniert und sie musste ihm erklären, was für Köstlichkeiten da drin sind und die Eltern sie aus Deutschland haben schicken lassen. Alle vier riefen ganz laut „Danke Oma und Opa“ in das Telefon. So haben wir alle glücklich gemacht. Auch uns selbst.

Mittlerweile

hat der Große die 15 Tage ambulante Reha, die er in eine 4-Tagewoche gepackt hatte, hinter sich gebracht. Die Anwendungen haben sehr viel gebracht. Die Unterhaltung war auch sehr gut, das Mittagessen hat er lieber zu Hause am Abend eingenommen und die Fahrt nach Hause jeden Abend hat ihn doch immer sehr geschafft. Ca. 1 Stunde in einem 8-Sitzer sitzen, das Bein nicht ausstrecken können und warten bis man als letzter aussteigen darf. Aber nun ist es ja geschafft. Am Montag, den 06.11.2017, waren wir zur ersten Kontrolle beim Chirurgen im Krankenhaus. Er empfing uns zwischen zwei Operationen. So ein Service, so mussten wir nämlich nicht nach Mainz fahren. Er war sehr zufrieden mit seinem Werk „oh schöne kleine Narbe“, „gefällt mir“

Er erzählte uns noch, dass es eine reibungslose und gute Operation war und er sich für den Patienten und auch für mich freut, dass es nun wieder aufwärts geht. Es gab gleich ein Rezept für weitere Physiotherapien, eins für neue Einlagen und dann konnten wir schon wieder den Heimweg antreten. Auf dem Nachhauseweg nahmen wir noch gleich unser Mittagessen mit. Es gab nämlich Tafelspitz mit Meerettichsoße und Boullionkartoffeln mit Salat zum Mittagstisch. So hatten wir wieder ein Essen auf Rädern, denn die Zeit es noch im Gasthaus zu essen, hatten wir leider nicht. Es war kurz vor der Mittagspause. Aber das war gar nicht schlimm, denn zu Hause machten wir uns gleich über sämtliche Behältnisse her. Den Hauptgang mit einem Salat gab es gleich. Der Tafelspitz war einfach grandios. Man so lecker hatte ich schon lang keinen mehr gegessen.  Der Nachtisch war so lecker, nämlich Pflaumenkompott mit Zimt, Sternanis usw. Hmmm. Die Suppe aßen wir abends und teilten uns den zweiten Salat.

Was für ein erfolgreicher Tag.

Während der Reha-Zeit wollte ich eigentlich das eine oder andere erledigen, aber irgendwie kam ich gar nicht zu den Erledigungen. Ich konnte in Ruhe einkaufen gehen, ohne auf die Uhr für’s Essen zu schauen. Ich habe mir einige neue Klamotten für den Herbst gekauft, ich war mit meinen Tennisdamen zum Mittagessen, ich war bei der Nachbarin zum Geburtstagskaffee eingeladen, damit wir beide nicht allein waren und ich habe mich ein paarmal mit meinem ebook-Reader aufs Sofa gesetzt und den Nachmittag genossen. Habe ein wenig im Garten geschafft und jeden Abend ein leckeres Essen auf den Tisch gebracht. Auf einmal waren die 4 Wochen rum.

Nicht zu glauben

dass der letzte Eintrag schon so lange her ist. Mittlerweile habe ich ein neues Pflaumenbäumchen gepflanzt, und zwar ganz allein. Ein Loch gebuddelt, Wasser rein und ein wenig Dünger und dann das Bäumchen. Als ich gerade damit fertig war, kam der Große von seinem REHA-Tag nach Hause. Er begrüßte mich strahlend und meinte „wollen wir den Baum noch setzen?“ Ich habe nur ungläubig geschaut, konnte es nicht fassen. Dann ging ihm die Leuchte auf und er meinte „das sollst du doch nicht allein machen“, ne klar mit Krücken in der Hand lässt es sich auch wunderbar graben. Nun müssen wir allerdings ein wenig Geduld haben bis er seine ersten Früchte trägt. Eine Freundin von mir hat sich auch neue Obstbäume gesetzt. Sie hat allerdings gleich die großen und teuren gekauft, da sie bereits 78 Jahre alt ist und meint, dass sie vielleicht noch etwas von ihnen mitbekommt. Auf dies Idee bin ich gar nicht gekommen. Aber wir haben ja noch etwas Zeit bis wir mal 78 sind und bis dahin wird unser neuer „Freund“ uns mit seinen Früchten verwöhnen.

bty

bty

bty

 

Man glaubt es nicht

Ich muss mir jetzt mal ein wenig Luft machen. Der Große hat am 05.10. seine ambulante REHA angetreten. Er wird morgens gegen 9.30 h abgeholt und am späten Nachmittag wieder nach Hause gebracht. Gestern erster Tag. Ein Fahrzeug der Johanniter kommt ohne vorherigen Anruf (es soll 10 Minuten vorher angerufen werden, damit der Patient Zeit hat sich fertig zu machen oder bereits draußen wartet). So war es gestern. Es kam kein Anruf und da wir pünktliche Menschen sind, gingen wir in unserem Weg auf und ab, natürlich mit dem Telefon in der Hand. Um 9.45 h kommt das Fahrzeug. Der Fahrer meint, ich konnte nicht anrufen, sie haben keine Nummer angegeben. Hääää? Ich erklärte ihm, dass ich gefühlte 10 Formulare und Fragebogen ausgefüllt habe und alle mit sämtlichen Daten und Informationen. Das REHA-Zentrum wollte sogar wissen, woran die Eltern vom Großen gestorben sind. (warum? auch immer) Außerdem erhielten wir am Abend vor REHA-Beginn einen Anruf von dort, ob es noch Fragen gäbe und alles okay sei für den nächsten Tag. Da fragt man sich, woher hatte die Dame unsere Telefonnummer? Auf jeden Fall schrieb ich gestern dem Fahrer unsere Telefonnummer auf seine Liste und es konnte losgehen. Der Große schrieb einmal von dort, dass alles gut klappt, die Therapeuten sehr nett wären und der Arzt zufrieden. Auf der Rückfahrt kam das Fahrzeug in einen Stau, so dass er um 18.15 h wieder zu Hause war. Dazu muss man sagen, im Feierabendverkehr nach Mainz rein und aus Mainz raus ist eine Katastrophe. Heute Morgen sitzen wir noch bei Kaffee und Zeitung da klingelt es. Ein junger Mann steht vor unserem Tor. Ahh der Fahrer der Johanniter. Ich gehe runter und er meint, ich konnte Sie leider nicht anrufen. Ich habe keine Telefonnummer. So…….was denkt ihr jetzt? Mir verschlägt so schnell nichts die Sprache, aber ich konnte erst gar nicht antworten und als dieser Satz sich in meinem Hirn verankert hat, platzte es aus mir heraus. Vorher natürlich eine Entschuldigung, denn der brave Student konnte ja nichts dafür. Er war allerdings hinterher auch sprachlos.

Der Große meinte dann, auf jeden Fall sind die Anwendungen sehr gut und ich freue mich auf den heutigen Tag, da ist es mir egal, wie die an der Anmeldung arbeiten. Schon gut, dass er sich nicht aus der Ruhe bringen lässt, aber in mir brodelt es ganz gewaltig. Wir waren selbst ein Arbeitsleben lang Büromenschen, die zuverlässig und ordentlich gearbeitet haben, oft auch den Boppes aufgerissen, wie man heute so sagt. Das wäre uns mit Sicherheit nicht passiert und wenn dann nur einmal.

 

Essen auf Rädern

gab es heute Mittag bei uns. Im Gasthaus unseres Sport- und Turnvereins gab es heute

Rinderroulade mit Rotkraut und Kartoffelstampf, vorher ein Süppchen, dazu Salat und als Nachtisch Rote Grütze mit Vanillesoße

das ganze für 8,90 € pro Person. Ich esse unheimlich gern Roulade mit Rotkraut. Da der Große ja noch nicht so richtig bequem überall sitzen kann, habe ich auf dem Weg zur Physio schnell nachgefragt, ob ich das Essen auch to go haben kann. Natürlich, war die Antwort. Wir packen alles schön ein. Gegen 13.00 h bin ich losgefahren und habe diese Köstlichkeiten in  meinem „Rotkäppchen-Korb“ verstaut. Der Große saß schon am Tisch und scharrte mit den Hufen. Man war das lecker und was für eine Riesenportion. Die Suppe, den Salat und den Nachtisch gibt es zum Abendessen. Das haben wir gar nicht geschafft. Jetzt haben wir uns ein Mittagschläfchen verdient.

PS: nur mal so zur Info – diese Nacht ging es viel besser mit der Schlaferei. Halleluja

 

Was für eine Woche

Die 39. KW 2017 war eine sehr aufregende. Am 25.09.2017 wurde der Große operiert. Er bekam ein neues Hüftgelenk, und zwar links. Nun sind beide Hüften mit Ersatzteilen versehen. Die OP verlief ohne Komplikationen und er war ruckzuck aus der Narkose erwacht. Als ich um 15.00 h ins Krankenzimmer kam, saß er im Bett, als hätte man ihn nicht drangenommen. Begrüßung: „Da bist du endlich. Ich habe Hunger und warte auf die Kaffeestückchen“. Na prima, fängt ja gut an. Ich dachte eigentlich, ich könnte in dieser Woche einiges erledigen. Irgendwie ist die Zeit an mir vorbeigeflogen und plötzlich war sie rum. Meine Nächte waren nicht so gut, da allein im Haus. War immer froh, wenn es hell wurde. Kaffeetrinken, Zeitung lesen, Bad und anziehen, wie immer. Ein wenig Haushalt, Mittagessen vorbereiten oder vorkochen (für schlechte Zeiten). Ein wenig ruhen, telefonieren und gegen 14.30 h ins Krankenhaus bis ca. 17.30 h. Nachmittags noch einmal schnell Garten, damit die Biotonne bis zur nächsten Leerung nicht leer bleibt, immer wieder telefonieren und Freunde und Familie benachrichtigen. Einmal bin nach dem Krankenhaus zur Firma Adler gefahren. Hatte von dort 3 Gutscheine. Was ein Lauf. Ich ging durch den Laden und packte alles in mein Körbchen – gefällt mir – gefällt mir usw. dann Umkleide, von 7 Teilen konnte ich 5 mit nach Hause nehmen. Happy. Am Donnerstag lud ich zwei sehr gute Bekannte anlässlich meines Geburtstages zum Mittagessen ein. Was hatten wir drei einen Spaß (ohne Handy bzw. Smartphone). Dann schnell Blumen heimgebracht und wieder ab in die Klinik. Komme mit Kuchen ins Zimmer, da sitzt der Große und hat schon einen Teller mit Pflaumenkuchen vor sich. Die Frau seines Zimmernachbarn hatte gebacken und die Männer versorgt. Ich bekam auch ein schönes Stück davon. Meinen Kuchen nahm ich wieder mit, den gab es dann am Freitag, da habe ich ihn schon wieder nach Hause geholt. Wir versuchen uns auszuruhen, essen, ein wenig Gymnastik, draußen auf und ab gehen und wieder ausruhen. Die Nächte sind nicht sehr erholsam. Große Wund- und Knochenschmerzen, ein Riesenbluterguss im Bein. Wie sagt man so schön, da muss er jetzt durch. Am Donnerstag beginnt die ambulante REHA in Mainz. Er wird morgens geholt und nachmittags wieder heim gebracht. Da werde ich mal meinen Garten weiterhin auf Vordermann bringen. Es ist nicht mehr viel zu tun, aber ich habe ja nun keine Hilfe, allerdings kann ich mal ein paar Stunden dranbleiben, ohne auf die Uhr zu schauen.

Surprise

Wie man ja weiß, geht der Große mittwochs mit seinen Tennisjungs zum Mittagessen, wenn nichts dazwischen kommt. Und jeden Mittwoch stellt er mir die selbe Frage: „Was isst du denn heute Mittag.“ Jeden Mittwoch die selbe Antwort: „Weiss ich noch nicht.“ „Du wirst schon was finden.“ Ja genau, wo findet man denn ein Mittagessen? Bevor ich mich an die Gartenarbeit machte durchstöberte ich die Kühltruhe und fand eine Tupperdose mit Soße und eine mit Nudeln. Prima, dachte ich mir. 2,5 Stunden Gartenarbeit und plötzlich wurde es dunkel, ein Ausläufer von Harvey zog über unser Grundstück und hätte mich fast weggeweht und ein paar Tropfen Regen waren auch dabei. 13.00 h , genau richtig für mein Mittagessen. Beim Wärmen der Soße stellte ich fest, dass noch etwas anderes in der Tupperdose vorhanden war, nämlich eine dicke Scheibe Spießbraten. Dazu noch schnell einen Gartensalat und die Nudeln und ich hatte ein wunderbares Essen. Hmmm, lecker wars. Als der Große heimkam und mich beim Essen entdeckte, meinte er „das hätte ich auch gern gegessen“ und grinst. Ich lasse mich gar nicht ablenken und verspeise genüsslich mein „gefundenes Mittagessen“. Der Herr des Hauses musste natürlich ein Mittagschläfchen machen, Essen gehen macht ja so müde. Ich setzte meine Gartenarbeit fort, es schienen nämlich mehrere Sonnen vom Himmel. Noch einmal 3,5 Stunden. Aber nun sieht es wieder einigermaßen manierlich aus. So ein paar Wochen nichts machen, tut nicht gut. Aber es ging nunmal nicht anders. Und nach so einem Essen, war ich fit und gestärkt.

Durchzug eines Regengebiets

Update nach Unwetter: Unsere Stadt sieht aus, als wäre ein Tornado über sie hinweg geweht oder wie nach einem Herbststurm. Blätter, Äste usw. Die Straßen total übersät mit Grün. Heute morgen in Mainz war überhaupt nichts zu sehen. Rüsselsheim muss die Grenze gewesen sein und dann in Richtung Frankfurt a.M. Es waren schon viele Gärntner unterwegs, um Bäume zu schneiden. Die haben erstmal ein paar Tage zu tun.

 

Heute Mittag gegen 14.00 h, wir waren gerade mit dem Mittagessen fertig, wurde es so dunkel, dass man das Licht anmachen musste. Schwarzer Himmel, Wind – nein Sturm, Hagel, ein Gewitter erster Güte und sturzbachartige Regenfälle. Die Baustelle hinter dem Haus stand plötzlich still, kein Flugzeug überflog unsere Region bzw. startete. Ich saß in meinem Sessel und beobachete dieses Schauspiel von meinem Sessel aus. Der Große hatte sich zur Mittagsruhe begeben. Nicht zu fassen, er schlief und hier ging die Welt unter. Nach einer halben Stunde war das Schlimmste vorbei und es regnete so vor sich hin. Wir tranken unseren Kaffee und ich erzählte, was sich draußen so abgespielt hatte. Am späten Nachmittag musste ich ins Erdgeschoß und kam am Terrassenfenster vorbei.  Ach du meine Güte, was war das denn. Es sah aus, als wäre ein Tornado über sämtliche Blumenkästen hinweg gezogen. Blätter, Blüten und von meiner Hängebegonie ganze Blütenzweige verstreut über die Terrasse. Da hieß es erstmal Besichtigung des Grundstücks. Blätter, kleine Äste, Dreck verteilt in allen Ecken. Der Große kehrte die Außentreppe zum Keller und kam mit einem Eimer Kehricht nach oben. Nun haben wir die nächsten Tage erst einmal Aufräumarbeiten zu erledigen. Man hat ja sonst nichts zu tun. Unsere Nachbarin ist immer so stolz auf ihre Balkonblumen. Sie war am Boden zerstört, wie diese aussehen bzw. was davon übrig geblieben ist.

Auf jeden Fall sind keine größeren Schäden zu verzeichnen. Darüber sind wir sehr froh. 50 € für ein paar Blumen kann man da schon verschmerzen.